Home24 wächst 2013 von 52 Mio. € auf 93 Mio. € (+79%)

Gleich zwei Umsatzwerte gab es heute für Home24: Kinnevik meldet (erstmals in Euro!), dass Home24 seine Umsätze 2013 von 52 Mio. Euro auf 93 Mio. Euro gesteigert hat (PDF):

Home242013

"Home24 is active under the brand Home24 in Germany, Austria, France and the Netherlands, and under the brand Mobly in Brazil.

Home24 and Mobly reported net revenue of EUR 93m in 2013 compared to EUR 52m in 2012, corresponding to an increase of 79%.

The company has successfully managed to double its offering during 2013 with increasing basket sizes as a result. The company has built an efficient supply chain that comes with little inventory risk and a high turnover rate."

Home24 selber freut sich hingegen über "erstmalig mehr als 100 Mio. EUR Umsatz in den vergangenen 12 Monaten" (gemeint ist hier nicht das Jahr 2013, sondern die zwölf Monate von Januar bis Januar). Bei Google News ist gut zu sehen, wer in die PR-Falle getappt ist.

Home24-Vorbild Wayfair hatte seine Umsätze zuletzt um 53% steigern können – von 600 Mio. Dollar auf 915 Mio. Dollar (ca. 675 Mio. Euro) und hatte ebenso wie One Kings Lane eine riesige Finanzierungsrunden im dreistelligen Millionenbereich erhalten. Beide gelten auch als heiße Börsenkandidaten.

2013 ist REWE bei Home24 eingestiegen. Außerdem hat Home24 den für die Möbelbranche überraschenden Coup mit dem Einkaufsverbund GfM-Trend gelandet.

Über Home24 und das Jahr der Möbel hatten wir uns in den Exchanges #26 unterhalten.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Samwer Report, Shopboerse

17 replies

  1. Ich denke, dass die Graphik falsch beschriftet ist.

  2. Wie hoch ist der Verlust? Welche Online Möbelhändler sind denn überhaupt profitabel? Sie sollten nicht immer die schönen Statistiken veröffentlichen sondern auch einmal einige Dinge hinterfragen. Es wäre schön wenn Sie etwa beim Westwing Umsatz die in über 10 Ländern aktiv sind, diesen nur auf Deutschland ausgegeben hätten und siehe da, auf einmal erscheint dieser Umsatz auf 10 Ländern verteilt gar nicht mehr so als große Erfolgsstory. Wie hoch ist der Verlust bei Westwing? Home 24 wäre ohne diese aberwitzigen Investoren schon mehrfach Pleite. Wäre es nicht Zeit die Händler einmal zu nennen die Ihr Handwerk erlernt haben und erfolgreich im Möbelbereich tätig sind?

  3. Wenn man bedenkt, dass home24 in fünf Ländern unterwegs ist und sich dann allein die Adwords-Kosten ansieht, kann man den Umsatz als nicht sonderlich berauschend bezeichnen.
    Also zumindest kann ich nichts mehr von dem „Blitzkrieg auf IKEA“ sehen…

  4. @MarkusR Inwiefern? Ich kann keinen Fehler entdecken.

  5. @Mr.Nice
    Wir schreiben über wachstumsstarke Online-Händler genauso wie über profitable, im Möbelsegment zuletzt über AmbienteDirect, das seit über 15 Jahren profitabel wächst: http://www.excitingcommerce.de/2014/02/ambiente-direct.html
    Auch über Design3000 und andere Online-Händler aus dem Wohn- und Einrichtungssegment gibts jede Menge Beiträge.

  6. @Jochen
    Da möchte ich etwas widersprechen. Bei AmbienteDirect ist der Anteil des online erwirtschafteten Umsatzes gegenüber dem Offlinehandel sicherlich geringer, daher sehe ich AmbienteDirect nicht als Online PurePlayer und Design3000 ist vielmehr ein Geschenke- als ein Möbelshop.
    Solang ich mich erinnern kann, habe ich hier ehrlich gesagt noch von keinem einzigen profitablen Online PurePlayer im Möbelbereich gelesen.
    Sehr viel jedoch über home24, fashion4home, avandeo und Co.

  7. AmbienteDirect hat sein Designhaus erst am 31.3.2011 eröffnet: http://www.moebelkultur.de/news/ambientedirectcom-erandoumlffnet-andquotdesignhausandquot/13899.html
    Ich schreibe liebend gerne auch über profitable Online-Händler (siehe AmbienteDirect & Co.). Nur geht natürlich kaum jemand, der profitabel arbeitet, damit hausieren.
    Für die Entwicklung des On- wie Offline-Marktes viel relevanter sind aber kapitalstarke Wachstumstreiber wie Home24 & Co. Das drückt sich in der Gewichtung durchaus aus. Da kommt es weit weniger auf die (kurzfristige) Profitabilität an als auf die Nachhaltigkeit der Strategie.
    Aber natürlich würde auch ich mir noch mehr Online-Möbelhändler wünschen, die mit Ihrer Profitabilität an die Öffentlichkeit gehen.

  8. Naja dann macht doch einfach mal ein, zwei Interviews mit erfolgreichen Möbelshops. Denke Kai kann Euch sicherlich einen Interviewkontakt weiterleiten.

  9. Ich kenn sie zwar nicht alle persönlich, aber solche Shops/Firmen wie massivum.de, delife.de oder lampenwelt.de laufen seit Jahren profitabel (laut Bilanzen). Vielleicht kann man da mal nachfragen.
    Allerdings ist es schon ein trauriges Bild, dass man die profitablen Firmen in dem Bereich an einer Hand abzählen kann, aber die extern finanzierten Umsatzbringer runterbeten könnte.

  10. Ganz meine Meinung, delife.de, massivum, stilartmoebel.de das sind Firmen die profitabel,sind, die keinen großen Investor benötigen und die Ihr Handwerk verstehen. Home24 hat bereits die dritte Halle angemietet für die ganzen Retouren und solche Firmen werden hier gefeiert. Traurig. Was soll an solche Gebilden denn interessant sein? Das sind weder kaufmännische Vorbilder noch Vorbilder in Sachen Service. Ruft doch mal an beim Home24 wenn ihr als Kunde ein Problem habt und lasst euch von einem Callcenter bedienen, die von Moebel so was von keine Ahnung haben. Und jetzt wieder Westwing, aufgepumpt und verbrennt jeden Tag Geld….aber Ihr feiert hier einen angeblich tollen moebelshop. Ohne Worte…

  11. Was heißt hier feiern? Gefeiert wird, wenn Home24 über den Berg ist. Ich persönlich bin genauso gespannt, ob es Home24 oder Westwing schaffen, wie viele Online-Skeptiker auch. Allerdings habe ich großen Respekt vor denen, die Risiken eingehen und online etwas wagen. Insofern gebe ich allen, die etwas wagen, den entsprechenden Vertrauensvorschuss und verfolge intensiv, was daraus wird. Draufschlagen und niedermachen hat die Welt noch nie weitergebracht.

  12. @ Kai: Ich glaube nicht, dass man die profitablen Möbelhändler nur an einer Hand abzählen kann.
    Aber wie Jochen schon sagt, gehen die erfolgreichen Händler aus guten Gründen nicht aus der Deckung. Darunter werden zwar keine mit dreistelligen, aber doch einige mit mindestens niedrigem zweistelligem Mio-Umsatz dabei sein.

  13. Hier kennen sich einige nicht gut bis ganz schlecht aus. Eine Vielzahl der Shops (auch o. g.) sind extern finanziert und haben Geldgeber im Rücken. Lasst euch nicht vom Bundesanzeiger blenden. Da hat überhaupt nichts zu bedeuten.
    Fakt ist dass die vermeintlichen „Großen“ bis dato nicht profitabel wirtschaften. Kann und ist in der Anfangsphase auch nicht das Ziel bzw. wird über Jahre auch nicht abbildbar sein. Massives Wachstum (wir reden hier über Marktführeranspruch) läuft einen anderen Weg. Viele sind gescheitert, viele werden scheitern.
    Avandeo z. B. hat es auch nicht geschafft und wird die Pforten schließen.
    Es gib zig Möbelshops, die profitabel sind. Nur treten diese nicht in Erscheinung, sondern machen ihr Business – und zwar gut.

  14. @ Jeremis
    Ist deine Aussage zu Avandeo eine Vermutung oder Wisen? Offiziell kann ich dazu nichts finden.
    Welche der obengannten Shops sollen den fremdfinanziert sein? Wäre mir persönlich neu.

  15. Wissen.
    Lampenwelt lasse ich außen vor, ist kein Möbler. Rest hat nen stillen im Rücken……

  16. Okay, dank dir für die Info.

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