Der „Händlerbund“ spannt führende Branchenvertreterinnen für sich ein

Dem sogenannten „Händlerbund“, einer der undurchsichtigsten Organisationen der Branche („„Kalt erwischt“: LG Berlin verbietet Händlerbund e.V. unerwünschte Werbeanrufe bei Händlern“), ist es gelungen, jetzt auch einige der führenden Branchenvertreterinnen für sich einzuspannen (via):

wie

Es ist bezeichnend für den Zustand der E-Commerce-Branche, wie sich eine Organisation dieser Art allein durch geschickte Öffentlichkeitsarbeit und Content-Marketing so schnell etablieren konnte.

Dabei konnte der „Händlerbund“ gleichermaßen von der Schwäche der alteingesessenen Verbände, der Unbedarftheit der Branchenpresse und der Geschäftstüchtigkeit seiner Macher profitieren.

Zum Glück (für die E-Commerce-Branche) haben mittlerweile allerdings auch andere erkannt, wie leicht sich die Branche aushebeln lässt.

Diese Woche sorgte der „Bundesverband Online-Handel“ für einen Coup („Bernd Reuter wird neues Vorstandsmitglied des BVOH“).

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Kategorien:Uncategorized

10 replies

  1. Über die URL http://händlerbund.ch warnen wir in der Schweiz vor dieser Organisation.

  2. Du solltest aber m.E. schon etwas näher ausführen, warum Du den Händlerbund undurchsichtig findest bzw. letztlich ja suspekt. Seiten deren Händlerkunden sehe ich jetzt keine große, unübliche, Unzufriedenheit mit deren Leistungen. Scheint also nicht so als würden sie ihre Kunden über den Tisch zu ziehen. Was ist es dann?

    Unethischer finde ich da derzeit Blogger die gezielt Themen aufbauschen, übertriebene Angstszenarien malen um darüber ihr Beratungsgeschäft an den Mann zu bringen. Damit meine ich ausdrücklich nicht Euch. Ich finde zwar, dass ihr auch manche Themen sehr einseitig betrachtet und dadurch Leser in die falsche Richtung jagt. Aber ihr seit wenigstens davon überzeugt was ihr schreibt. Bewerten muss es ja nach wie vor eh jeder selbst.

    • allein bei einem „Verein“ wie dem Händlerbund von Kunden zu sprechen, zeigt ja schon, wo das Problem liegt. Mir ging es in dem Beitrag nicht um den Händlerbund. Ich frage mich eher, ob sich die Branchenvertreterinnen umfassend informiert haben, ehe sie sich auf den „Händlerbund“ eingelassen und als Feigenblatt für dessen Vertriebsaktivitäten zur Verfügung gestellt haben.

      Meine Aufgabe sehe ich nicht darin, den Aktivitäten des Händlerbunds nachzuspüren. Ich leite alle Beschwerden konsequent an die Fachpresse weiter. Es ist allerdings nicht so, dass man dort offene Türen einrennt. Weder über die Beschwerden der Händler noch über das oben verlinkte Gerichtsurteil hat man dort viel gelesen. Im Gegenteil werden dort nun zunehmend die „Experten“ des Händlerbunds gefeatured.

      Ich finde, es spricht für sich, wenn jemand, der konsequent Abmahnthemen, etc. hochkocht und vermeintlich für Recht und Ordnung eintritt, selber mit unlauteren Mitteln arbeitet. Aber dazu sollte sich jeder selbst seine Meinung bilden.

      • Das mit dem Verein ist natürlich ein guter Punkt und absolut unseriös. Nur die Steuerpraktiken Amazons (und vieler anderer) finde ich noch wesentlich unseriöser und dazu schädlicher für uns alle. Wird hier im Blog aber auch totgeschwiegen. Auch was Amazon mit ihren Lieferanten, Händlern und Mitarbeitern abzieht. Stattdessen wird Amazon hier regelmäßig abgefeiert. Nur mal so erwähnt, da ja gerade fleißig auf andere (die Branchenpresse) gezeigt wird. Also wenn schon hart und gerecht, sollte dies nicht selektiv stattfinden.

      • mit dem kleinen Unterschied, dass Amazon allüberall thematisiert wird, Händlerbund & Co. aber nicht.

        Und wie gesagt: Anlass für den Beitrag war nicht der „Händlerbund“, sondern die Frauen im E-Commerce.

  3. Na, praktischerweise gibt es zum Händlerbund noch die „Händlerbund Management AG“: Mit den Vorständen Andreas Arlt (Jahrgang 1962, Tim Arlt (Jahrgang 1986) und dem Aufsichtsrat Theo Arlt (Jahrgang 1988). Würde mich doch sehr wundern, wenn die drei nicht alle miteinander verwandt wären.

    Weiterhin gibt der Händlerbund an, dass eben jener Theo Arlt auch das Büro Hamburg leite. Und die weitere Aufsichtsrätin Margit Guse wird als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Händlerbundes geführt: https://www.haendlerbund.de/wir-stellen-uns-vor/verband/unser-team Und als dritte Aufsichtsrätin steht im letzten verfügbaren Jahresabschluss (2013) der Händlerbund Management AG eine Claudia Paschke drin. Über Facebook erfahren wir, dass Claudia Paschke inzwischen Claudia Arlt heißt und mit Vorstand Tim Arlt verheiratet ist: https://www.facebook.com/claudia.paschke Ob da wohl Aufsichtsratsthemen abends noch mal schnell zwischen Zähneputzen und Einschlafen besprochen werden?

    Der Händlerbund ist anscheinend eine echte Friends & Family-Veranstaltung der Familie Arlt. Man kann nur spekulieren, ob und wie viel Selbstbedienungsmentalität dort im Spiel ist.

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  2. New Initiatives: What Are Women Doinging in E-Commerce? | Handelskraft - The E-Commerce and Online Marketing Blog

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