Wenn Amazon Hunderte von Treasure Trucks losschickt

Was wird den Handel perspektivisch mehr verändern? Wenn Amazon 300 bis 400 Buchläden eröffnet („Vorsicht Journalisten-Stampede!“) oder wenn Amazon Hunderte von Treasure Trucks durch die Städte schickt?

Aktuell betreibt Amazon in Seattle einen Buchladen („Alles wird gut!“) und hat dort am Wochenende auch seinen ersten Treasure Truck auf die Straße gebracht („First look at Amazon’s Treasure Truck: Getting a deal from Jeff Bezos’ ‘four-wheeled joy machine’“).

amazontreasuretruckSpannend ist der Treasure Truck vor allem unter mobilen Gesichtspunkten:

„Treasure Truck is part of the Amazon Mobile Shopping app you may already have on your mobile phone. If you’re in the Seattle area, open the main menu of the app and you’ll see Treasure Truck. Tap to see what’s on the Truck today, buy it, and choose where to meet the Truck to pick up your item. Don’t have the app yet? All it takes is a quick visit to the app store.“

Nachdem sich der Start nun doch um mehrere Monate verzögert hat, wundert es einen eigentlich, dass noch niemand anderes die Idee aufgegriffen hat – sei es Notebooksbilliger, Media Saturn oder andere.

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Kategorien:Amazon, Mobile

7 replies

  1. Tja schade, da muss ein Amazon kommen, damit es einen Flash Sale direkt aus dem Lastwagen gibt.
    @Mediamarkt @Euronics @Expert & Co. nehmt euch mal ein Beispiel daran!

  2. in jedem Fall schön zu sehen, wie Amazon hier die Themen Location Based und Mobile mal wirklich neu und anders denkt und angeht …

  3. Die Gedanken und Ideen von Amazon sind super. Für den Mittelstand aber mehr als gefährlich.

  4. Da bekommt vom Lastwagen gefallen eine ganz neue Bedeutung. Die Idee eines Pop up Stores ist hier zumindest bis zum Ende gedacht. Insgesamt ist aber die Frage, ob dieses Modell genug Profit bringt. Denn darum geht es. Es kann also nur ein Abverkauf lohnen, wenn der Laster am Ende leer ist. Das geht nur mit besonders attraktiven Angeboten. Also billig, billig, billig oder eben das neueste vom neuesten. Ansonsten sicher auch als Marketingaktion/-event ganz nett. Insgesamt halte ich das Geschäftsmodell nur für bedingt skalierbar.

    • Na, besser skalierbar als stationäre Filialen sind die Trucks allemal. Die Trucks sind als Service für Marken/Hersteller und andere Händler konzipiert für Sonderaktionen, Produkteinführungen, etc. Amazon profitiert vor allem von WKZs und Provisionseinnahmen, etc.

  5. In der Tat nahezu genial. Ich bin mir sicherlich, ein ähnliches Konzept geht auch mit stationären Laden, die es ja bald zuhauf geben wird. Ich beziehe mich auf die Antwort von Jochen. Produkteinführungen, Produktpräsentationen, schneller Umschlag…

  6. Jeder, der bei Amazon mal gearbeitet hat, weiss, dass sich dieser Innovationstreiber jeden Tag neu erfindet. Das ist auch eines der Mottos, die jeder Mitarbeiter „leben“ muss/darf.
    Es ist erstaunlich, dass Amazon immer noch deutlich unterschätzt wird, obwohl dessen Wachstum und Einverleiben neuer wie alter Ideen (früher sind viele Bäcker zu den Haushalten gefahren) offensichtlich sind. Amazon ist zu Wachstum verpflichtet, das geht alleine schon aus dem Börsenkurs hervor!
    Daher wird es irgendwann auch Amazon-Apotheken geben, eine Social Media Plattform „Anytime“ als Konkurrenz zu Facebook und WhatsApp, eine Gesundheitsapp, ein Amazon-Uber, Reiseportal, Versicherungen, Fitnesstracker, … , selbst ein Amazon-Handy wird sicherlich wiederkehren.

    Wieso ist dieser Siegeszug von Amazon nicht aufzuhalten? Allein es scheitert nicht an den Ideen bei den anderen Handelsunternehmen, sondern an deren teils verherender Systemlandschaft. Online kann man nicht an Altsysteme dranpfropfen. So funtioniert nie und nimmer konkurrenzfähiger eCommerce. Eine von Anfang an durchdachte, stringende IT-Infrastruktur kann nur die einzige Lösung sein. Aber entweder mangeld es an Einsicht, Know-How, monetärer Zugkraft oder die Zeit arbeitet für Amazon. Die meisten Unternehmen fangen an sich zu ändern, wenn Not am Manne ist. Amazon erfindet sich jeden Tag neu. Die Anforderungen an dessen Mitareiter haben aber auch ein enorm hohes Level.

    Der Handel wird sich dramatisch in den kommenden 5-10 Jahren gewandelt haben. Vielleicht werden wir ihn 2030 nicht mehr wiedererkennen … nein, ich bin mir sicher.

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