Zalando rüstet Logistikkapazitäten für Umsätze von 7 Mrd. €

Zalando stellt seine Logistikstrategie weiter auf den Kopf. Lange Verfechter einer Zentrallogistik will sich die Zalando-Logistik nach Italien nun auch in Frankreich und in Polen niederlassen („Zalando plans foreign hubs to get frocks out faster“):

„Zalando, Europe’s biggest pure online fashion retailer, plans to open two new distribution hubs in France and Poland next year, stealing a march on competitors by cutting average delivery times by 1-2 days in an market where prompt dispatch is key.

The two new centres located close to Paris and Szczecin will be its only foreign hubs outside of Milan and should help Zalando better cater to its French market as well as customers in Poland and the Nordics, Head of Operations David Schröder said in an interview.“

Wie auf dem Kapitalmarkttag erläutert, möchte sich Zalando mit den neuen Logistikzentren Umsatzpotenziale in der Größenordnung von 7 Mrd. Euro erschließen. Siehe Charts (PDF):

zalandologisticsnetwork

Zur allgemeinen Logistikstrategie sagte David Schröder heute:

„We have this vision that the package should fit in with the customer’s life and not that the customer should fit in with the package.“

Gerade fährt Zalando sein jüngstes Lager in Lahr fürs Weihnachtsgeschäft hoch („Collabary: Was hat Zalando nun schon wieder vor?“).

Siehe zu diesem Themenfeld auch Wie Zalando mit der Hermes-Allergie der Shopper umgeht. Mehr zu diesen anderen Themen auch in den jüngsten Logistik-Exchanges #148.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Zalando

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3 replies

  1. Wieso auf den Kopf stellen? Im Gegenteil, das ist nur konsequent. 2013 und 2014 war Zalando noch nicht profitabel, also hat man in Lager investiert, die für möglichst viele Länder nutzbar sind (Erfurt, Mönchengladbach). Jetzt, da man aus dem operativen Geschäft ausreichend Free Cash Flow generiert, kann man sich auch lokale Lösungen leisten. Die Zahlen für Q2 haben das ja gezeigt.

    • der Beitrag sagt ja auch nicht, dass es nicht konsequent ist, sondern nur, dass es konträr ist zur Strategie der ersten Jahre.

      • Erhöht natürlich auch die Komplexität. Tools / Prozesse müssen lokalisiert werden, es wird Disposition zwischen den Lagern geben müssen etc. Also klar, Umsatzpotenzial gibt es da ohne Frage, aber es steigen auch die Kosten gewaltig. Und ich bin mir nicht komplett sicher, ob der eine Tag Lieferverzögerung ein so großer Wettbewerbsnachteil in Ländern wie Polen und Frankreich ist, der dazu führt, das die Leute eher bei den lokalen Platzhirschen kaufen. Wird man sehen. Bisher hat ja die Internationalisierung ganz gut funktioniert.

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