Prime Now als Marktplatz für Apotheken und andere Anbieter

Wie in England („Celesio UK partners with Amazon Prime“) sucht Amazon auch hierzulande Apotheken für Prime Now. Das hat diese Woche die Apothekenbranche aufgeschreckt:

primenowpharmacy

„Amazon als Apotheke: Das Szenario, vor dem sich viele Pharmazeuten fürchten, könnte demnächst Realität werden.

Dem Vernehmen nach arbeitet der US-Konzern mit Hochdruck daran, einen Lieferdienst für Arzneimittel auf die Beine zu stellen. Dabei helfen sollen als Exklusivpartner ausgerechnet Apotheken vor Ort.“

Wie alle Amazon-Services der jüngsten Zeit („Amazon Mobile feiert 1 Jahr Treasure Truck in Seattle“) ist auch Prime Now als Marktplatz organisiert – mit lokalen Partnern, zum Beispiel für Wurst und Brot:

primenowfokus

Als Partner für frische Lebensmittel soll die Rolle von Morrisons in England hierzulande künftig Tegut einnehmen („Werden Tegut und Migros Amazon-Partner für Lebensmittel?“):

morrisonsatamazon

Neben Prime Now laufen bei Amazon gerade die Vorbereitungen für den Amazon Fresh Start in Berlin auf Hochtouren.

In den Exchanges haben wir uns Amazon zuletzt von drei Seiten genähert – von der Foodseite in den Exchanges #168 („Von Lidl Express bis Amazon Go“), von der Businessseite in den Exchanges #152 („Amazons Sinn für smarte Geschäftsmodelle“) und von der Logistikseite in den Exchanges #148 („Amazon und die City-Logistik“).

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Amazon, Food

2 replies

  1. Interessanter Ansatz. Wo Celesio (über Töchter) doch auch Click&Collect anbietet.

    http://www.celesio.com/ag-de/news-presse/neues-von-celesio/-click-and-collect—-eine-bruecke-zwischen-internet–und-ladengeschaeft/20722

    Die Frage ist, welchen Einfluss könnte das auf den deutschen Markt aus Sicht der Logistik haben?

    Internetapotheken: Hier handelt es sich meistens um Anbieter, die über einen Logistikstandort verfügen (der sich nicht unbedingt an einem zentralen Ort in Deutschland befindet), ein breites Sortiment aufweisen, günstiger als herkömmliche (stationäre) Apotheken sind aber trotzdem immerhin 1 bis 2 Tage benötigen bis die Ware beim Kunden ist.

    Apotheken: Die greifen eigentlich auf ausgefeilte Logistikstrukturen von etablierten Pharmagroßhändlern zurück. Same-day-delivery gibt es hier schon seit mehr als 10 Jahren. Allerdings „nur“ vom Logistikzentrum bis in die Apotheken und das bedarfsweise 3 bis 4 x am Tag. Die Pharmagroßhändler haben eine derart dezentrale Logistikstruktur, das Amazon neidisch werden könnte. Allein Gehe (Celesio-Tochter) kommt auf 19 Standorte in Deutschland. Allerdings sind die meisten Großhändler lediglich darauf spezialisiert, blaue Apothekerkisten aus Kunststoff zu befüllen und zu transportieren, statt Versandpakete zu packen und zu versenden.

    Ich bin mir nicht sicher, wie stark ein Apotheker mit einem oder mehreren Pharmagroßhändlern verheiratet ist, um zu Amazon zu wechseln oder seinen Kundenkreis erweitern zu können. Bestehende Internetapotheken können mit Amazon sicher Ihre Lieferzeiten verringern, den Lieferradius erhöhen und ggf. die Kosten optimieren, wenn Sie auf Amazon-Standorte zurückgreifen.

Trackbacks

  1. Amazons gigantische Logistikambitionen - K5 2018

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