Bücher.de übersteht die Weltbildpleite mit 55,5 Mio. € Umsatz

Vergleichsweise unbeschadet hat Bücher.de die Weltbildpleite überstanden und verortet sich nach dem Verlust der Hugendubel-Umsätze („Hugendubel ersetzt Bücher.de und übernimmt eBook.de von Libri“) wieder bei rund 50 Mio. Euro Umsatz. Im Jahresabschluss 2015 heißt es (laut Handelsregister):

buecherde2015

„Die Umsatzerlöse inklusive sonstigen betrieblichen Erträgen von 55,5 Mio. EUR lagen um 0,9% über dem Vorjahr (55,0 Mio. EUR) und über dem Sollwert von 54,6 Mio. EUR.

Ergebnisseitig hat die buecher.de das Jahr mit einem EBITDA von 1.829 TEUR (Vorjahr 1.079 TEUR) und einem Betriebsergebnis = EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von 1.444 TEUR (Vorjahr 710 TEUR) abgeschlossen.

Während in der ersten Jahreshälfte noch ein Umsatzwachstum von 27,1% erzielt werden konnte, zeigte die zweite Jahreshälfte aufgrund der Beendigung der Kooperation mit hugendubel.de erwartungsgemäß einen Umsatzrückgang von 13,7%.

Im Geschäftsjahr 2016 wird sich die Geschäftspolitik von buecher.de weiterhin wie in den Vorjahren an der Zielsetzung marktkonformer Wachstumsraten bei hoher Profitabilität ausrichten.

Da jedoch durch den Wegfall der Kooperation mit hugendubel.de ein bedeutender Umsatzbringer wegfällt, geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Marke buecher.de wie im Vorjahr um knapp 4% im Umsatz wachsen, insgesamt aber der Umsatz um ca. 10% zurückgehen wird.“

Buch.de ist inzwischen voll in Thalia aufgegangen („Thalia findet Retter: Verlegerfamilie Herder springt ein“). Dort heißt es im Jahresabschluss:

„Die Thalia Bücher GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014/15 Netto-Umsatzerlöse von 367.721 T€ (im Vorjahr 263.531 T€).

Die erhebliche Ausdehnung der Umsatzerlöse liegt im Wesentlichen an den durch die Verschmelzung der buch.de internetstores GmbH auf die Thalia Bücher GmbH übergegangenen Drittumsätzen (eCommerce).“

Die Altaktionäre der Buch.de Internetstores haben sich gerade noch eine Erhöhung der Barabfindung erkämpfen können.

Im Ebook-Geschäft war dem stationären Buchhandel („Tolino: Wenn Mayersche und Osiander Thalia zur Seite springen“) zuletzt die Telekom als Tolino-Partner abgesprungen („Deutscher E-Reader wird japanisch: Telekom gibt Tolino-Allianz auf“). Künftig sind Kobo und Rakuten für die Weiterentwicklung des Tolino zuständig („Wechsel des Technologiepartners in der tolino Allianz“).

Bei Rakuten gibt es den jüngsten Geschäftsunterlagen (PDF) zufolge allerdings gerade Überlegungen, ob Kobo als eigenständige Marke weitergeführt werden soll. Welche Implikationen das dann auf den Tolino hätte, ist offen.

Im Buchmarkt hat sich inzwischen Momox zum starken Online-Player für gebrauchte Bücher gemausert („Momox wächst auf 150 Mio. Euro (+30%)“).

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Bücher, Shopboerse

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