Kann Zalando Rocket Internet den Rang ablaufen? #NOAH17

Vor 10 Jahren angetreten als „Company Builder“ und berühmt-berüchtigt für seine „Execution“ ist Rocket Internet heute („Die Kinnevik-Bilanz nach 10 Jahren Rocket Internet“) nur noch ein Schatten seiner selbst („Rocket Internet killt Rakete“). Und damit stellt sich die Frage: Wer könnte die Rolle übernehmen, die einst Rocket innehatte?

Neben Project A Ventures („Exchanges #169: Rocket Internet vs. Project A“) zählt Zalando zu den heißesten Anwärtern. An der Börse mehr als dreimal so hoch bewertet wie Rocket Internet hat Zalando aus dem Börsengang noch reichlich Kapital zur Verfügung (und könnte sich jederzeit weiteres besorgen), um auch größere Themen anzugehen.

Im Unterschied zu Rocket Internet hat es Zalando in den letzten Jahren verstanden, Plattformstrukturen zu schaffen („How Zalando Is Setting Up the Building Blocks for a Platform With Zalando Zet and Build“) und ist nun dem am nächsten, was man ein Ökosystem nennen könnte. Speziell das Build-Programm hat Potential („Zalando Build: Was sucht Zalando an Fashtech-Partnern?“), um sich mächtige neue Themenfelder zu erschließen.

In jedem Fall arbeitet Zalando mit Hochdruck an der Zukunft („Wie Zalando von 5 Mrd. Euro auf 10 Mrd. Euro wachsen will“), während Rocket vornehmlich mit Vergangenheitsbewältigung beschäftigt ist und dabei auch personell eher abbaut als zulegt.

Auf der NOAH17 haben sich im Juni in Berlin sowohl Zalando als auch Rocket Internet präsentiert. Wer sich einen aktuellen Eindruck verschaffen will, findet die Sessions jetzt online.

In den Exchanges haben wir über die Strategien von Rocket Internet zuletzt in den Exchanges #169 und von Zalando in den Exchanges #174 („Quo vadis Zalando?“) gesprochen.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Samwer Report, Shopboerse, Zalando

1 reply

  1. Auch wenn Rocket nicht mehr direkt mit im Boot sitzt, ist es indirekt immer noch vertreten: https://corporate.zalando.de/de/aktionaersstruktur

    Der Wandel ist wohl nicht dem „Abkühlen“ geschuldet, sondern einfach dem Umstand, dass es mittlerweile deutlich mehr Inkubatoren am Markt gibt, mit mehr Kapital und mehr Prominenz. Da kann man mit ’ner kurzfristigen „schnell, hektisch, billig“ Masche einfach nicht mehr so gut bestehen. Der Platz am Trog wurde einfach enger – für Firmen mit solchen „Konzepten“ sowieso.

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