Spätestens die aktuelle Quartalssaison zeigt: Der Online-Handel kann auch profitabel. „Die Gewinne sprudeln wie noch nie“, schreibt Holger Schmidt über Amazon.
Und auch viele andere in den GLORE50 erhöhen gerade ihre Gewinnaussichten von Quartal zu Quartal (diese Woche u.a. Westwing). Entsprechend zuversichtlich sind diese auch für das Weihnachtsgeschäft.
Der Online-Handel meistert gerade seine erste größere Wirtschaftskrise. Und am weitaus besten läuft es dabei für die, die ihr Geschäft operativ im Griff haben und keine größeren Kapitalprobleme haben.
Aufgrund der anhaltenden Kapitalkrise hat sich die Frage „Sollte der Online-Handel Kapazitäten abbauen oder nicht?“ erledigt: Von Amazon bis Zalando haben so gut wie alle mehr als eine Sparrunde hinter sich und dabei (Über-)Kapazitäten abgebaut – beim Personal ebenso wie in der Logistik.
Der harte Sparkurs geht auf Kosten des Wachstums (und der Bewertungen), reduziert aber die Abhängigkeit von externen Kapitalgebern und ermöglicht den Gewinnern im Online-Handel so, unabhängiger zu agieren, bis sich die Lage wieder einigermaßen entspannt hat.
Frühere Beiträge zum Thema:
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