Nicht völlig unerwartet ist es Perplexity, das als erster AI-Player eine Shoppinglösung vorgestellt. Und man sollte sich nicht irritieren lassen. Was wir hier sehen, ist allenfalls die Spitze des Eisbergs.
Die erste Frage, die sich stellt: Was genau hat Perplexity da eigentlich vorgestellt: eine neue Shopping-Experience? Einen neuen Marktplatz? Eine neue Shoptechlösung? Oder alles auf einmal?
Zum Start ist Perplexity Shopping nur mit einem Pro-Account nutzbar. Auch davon sollte man sich nicht irritieren lassen.
Denn welche Möglichkeiten ambitionierte, neue E-Commerce-Player erlösseitig haben, haben wir In den 100-Milliarden-Dollar-Exchanges erläutert. Kurz zusammengefasst: Provisionsmodelle waren gestern. Gezahlt wird für die Präsenz.
Über kurz oder lang dürfte Perplexity Shopping deshalb ein Preferred-Partner-Programm auflegen – für die, die bei den Empfehlungen ganz oben stehen wollen.
Spannend ist darüber hinaus, ob Perplexity nicht nur zum Marktplatz, sondern zur vollwertigen Shoptech-Lösung wird, mit der die angeschlossenen Händler, Content Creator etc. „Shopping Experiences on the fly“ generieren können.
Perplexity Shopping und die Folgen für den E-Commerce werden uns auch in den kommenden Exchanges (#365) beschäftigen.
Frühere Beiträge zum Thema:
- Perplexity startet Perplexity Shopping – mit eigenem Checkout
- Wie weit ist es von Perplexity Pages zu Perplexity Shopping? #K52024
- Was bringen uns Android und Apple Intelligence?
- Ist der E-Commerce zu naiv in Sachen KI?
- Von Shoppingoberflächen und Shoppingzugängen anderer Art
- Arc zeigt Amazon im Multi-Experience-Modus
- 10 mögliche Aufgaben für smarte Agenten im E-Commerce
- Auf der Suche nach „genAI-native marketplaces“
- Exchanges #356: CapCut Pro und der Amazon-Feed
- Exchanges #352: Intelligente Shoppingsysteme
- Exchanges #349: Smarte Agenten, Interfaces und mehr

Kommentar verfassen