Beginnt mit MediaMarktSaturn der Ausverkauf des deutschen Handels an China? Das ist eine der großen Fragen, mit denen sich die Europäische Kommission gerade beschäftigt und den zunehmenden Einfluss der chinesischen Politik auf den deutschen Handel untersucht.
Bis zum 2. Oktober, also heute in einem Monat, will die EU entscheiden, ob bzw. unter welchen Bedingungen JD MediaMarktSaturn übernehmen darf.
Zuletzt hatte China gegen die Untersuchungen protestiert.
Mit Umsätzen von 23 Mrd. Euro zählt MediaSaturn zu den größten Handelshäusern in Europa. Vor einem Jahr hat JD die Angebotsunterlagen veröffentlicht.
Darin hat es sich u.a. verpflichtet, für drei Jahre nichts Wesentliches an der Strategie zu ändern, und für fünf Jahre, die Marken Media Markt und Saturn weiterzuführen.
Das heißt aber nicht, dass sich nichts ändern wird. JD und MediaMarktSaturn planen eine sehr enge Zusammenarbeit u.a. in der Logistik.
Spannend wird nun, ob die EU den Deal durchwinkt, zusätzliche Auflagen macht – oder die Übernahme am Ende doch noch platzt.
Denn MediaMarktSaturn könnte zum Vorbild für weitere Deals dieser Art werden.
Nach Protesten der Handelsverbände hatte die EU zuletzt vor allem Temu & Co. im Visier. Seit dem 1. Juli müssen die Anbieter aus China höhere Gebühren zahlen.
Mit JD und MediaMarktSaturn rücken nun zunehmend auch chinesische Beteiligungen und Übernahmen in den Fokus.
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Kategorien:China, Elektronikhandel, Shopboerse, Ultimondo

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