Schlecker, Leiser, Walz und das Ende der 70er Jahre

Für den Handel war es eine mehr als ereignisreiche Woche. Viele traditionelle Händler stecken in ihrer Denke noch in den 70er Jahren und können sich nun den Realitäten nicht mehr länger verschließen:

  • Die insolvente Schuhkette Leiser schließt in einem ersten Schritt ein Viertel seiner bundesweit 130 Leiser- und Schuhhof-Filialen. Für Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz ist dies der nächste Job

    Leiser

Viel Neues gab es zuletzt auch von den Versendern der im Zuge der Arcandor-Pleite zerschlagenen Quelle-Gruppe (Primondo):

Der Otto-Konzern möchte sich Ende Juli äußern, wie es für seine Kernmarken Otto, Baur und Schwab weitergeht.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Ultimondo

  1. Es ist schon erschreckend zu sehen, wie schnell sich deutsche Urgesteine aus dem Versandhandel verabschieden müssen, weil sie den Internet-Trend und die daraus resultierende Konkurrenz unterschätzt haben. Auf der anderen Seite kann dies auch eine Chance sein, sich als Infrastrukturdienstleiter zu positionieren. Dieses Know-How fehlt in vielen E-Commerce Startups. Daher sind diese auf starke Partner mit langer Erfahrung angewiesen.

  2. Wirklich bezeichnend dieser Untergang alter Traditionsversender. So richtig verstehe ich auch nicht, was in diesen Unternehmen vorgeht, dass sie das Internet so lange ignoriert haben.
    Die Chance auf den Zug auf zuspringen, war jedenfalls lange genug gegeben und nun wundert man sich wenn die Felle davon schwimmen.

  3. Arroganz,Dummheit,Unfähigkeit der GF’S
    und Strukturen die es fähigen Macherköpfen nicht erlauben, Neue Strategien im Unternehmen durchzusetzen, Irgentwann sind auch die still
    nehmen Ihre Gehalt und denken LMA.

  4. @ R.K.: das Management in diese Unternehmen ist der Geschwindigkeit nicht gewachsen (also totale Unfähigkeit) teilweise über 10 jahre an board hat sich die Einstellung „es geht schon weiter“ festgesetzt. es will keiner wahrhaben, dass alle tradionsversender otto, baur, klingel… mit highspeed auf das ende ihres geschäftsmodells zurasen. teilweise merken die aber nicht einmal bei -30% Umsatz, dass irgendedetwas nicht stimmt… eine solche Maßnahme wie bei VW „Volkswagen besetzt 30 Manager-Posten neu“ traut sich in diesen Unternehmen noch keiner. http://nachrichten.rp-online.de/wirtschaft/volkswagen-besetzt-30-manager-posten-neu-1.2857094
    Schließlich bis zur Insolvenz leben alle „gut“ damit.

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