CircleUp: Crowdfunding für wachstumsstarke Händler/Marken

Von Marcel Weiß und Jochen Krisch

Das Thema Crowdfunding macht uns ziemlich euphorisch, speziell wenn man sieht, wie sich hierzulande Seedmatch zum Sprungbrett für neue E-Commerce-Startups mausert.

Eine spannende, neue Crowdfunding-Plattform ist CircleUp, das sich spezialisiert hat auf "high-growth consumer product and retail companies".

2012 06 18 um 14 10 05

CircleUp selber hat kürzlich 1,5 Mio. Dollar eingesammelt. Angeführt wurde die Kapitalrunde von Clayton Christensen. Der Professor an der Harvard Business School ist vor allem bekannt für sein einflussreiches Buch "The Innovators Dilemma", in dem er erklärt wie disruptive Innovationen auf die Wirtschaft wirken.

Auf Crowdfunding bezogen, meint er:

"I would say that for now the areas where it has the most opportunity to disrupt is by taking root in these underserved areas that traditional financiers have traditionally found unattractive. 

This is a classic entry point for disruption – expand participation in the market by lowering cost at the low end of the market, where incumbents don't see profit opportunities.

Later, as the platforms gain scale, then they may start to add scope, or may start to add later-stage funding opportunities.  That's likely where all of this goes next."

CircleUp ist konsequenterweise eine Plattform, die bereits versucht, Crowdfunding in neue, (für CircleUp) profitablere Gefilde zu bringen:

"In order to be considered as an investment opportunity on CircleUp, companies must deal in the consumer product or retail/restaurant space and have booked at least $1 million in annual revenue in the previous year.

Qualified companies can use CircleUp to raise between $100,000 to $1 million in growth equity from investors who each pitch in $1,000 to $25,000 each.

The website lets companies and investors conduct the financing round and talk online throughout the whole process.

CircleUp takes a commission on the funding companies raise from people they met on the site (it doesn’t take a commission from donations received from existing friends, family and acquaintances.)"

Was die Projektfinanzierung angeht, hat Crowdfunding mit der US-Plattform Kickstarter bereits einen Mainstreamhit. Dort hat die Smartwatch Pebble über 10,2 Millionen US-Dollar und die Musikern Amanda Palmer über 1,1 Millionen US-Dollar eingesammelt.

Interessant wird es in der nächsten Phase, in der Plattformen wie CircleUp neue Organisationsansätze zur Finanzierung testen und andere vertikal in Nischen gehen und sich an die besonderen Anforderungen und Notwendigkeiten einzelner Branchen anpassen.

Spätestens dann könnte auch für klassische Investoren die Konkurrenz spürbar werden. Die Frage ist wohl inzwischen weniger, ob dies passiert, sondern eher wann und wie.

Gut jedenfalls für ambitionierte Unternehmer mit spannenden, neuen Ideen, die sich die tradionelle Investorentour dann sparen können.

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Kategorien:Crowdsourcing, exceed, Shopboerse

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