Kleiderkreisel: Wenn der Weggang der Gründer(innen) ins Chaos führt

Kleiderkreisel ist weiter in Aufruhr ob des geplanten Zahlungssystems („Kleiderkreisel rollt nach 20 Mio. Euro Runde eigenes Bezahlsystem aus“). Und langsam wird nun auch klar, weshalb dies die Tauschbörse in solch ein Chaos stürzt.

So räumte Kleiderkreisel gestern ein, dass das deutsche Führungstrio die mitgliederstärkste Vinted-Tochter nach den Finanzierungsrunden verlassen hat:

kleiderkreisel

„Susanne, Sophie und Martin arbeiten aus verschiedenen Gründen inzwischen nicht mehr für Kleiderkreisel.“

Die Gründer aus Litauen versuchen nun zu retten, was zu retten ist, und erläutern den Nutzerinnen, wie sich die Kleiderkreisel-Mutter Vinted von einem Hobbyprojekt zu einem VC-finanzierten Vollzeitunternehmen entwickelt hat:

„Die Kurzversion einer langen Geschichte: Vor drei Jahren traf ich Mantas Mantas (@mantasmm). Er war begeistert von der Vinted-Idee. Er hat uns darin ermutigt, weiterhin daran zu glauben. Er schloss sich unserer Gruppe an und investierte sein privates Vermögen in unser Unternehmen. So konnten wir unsere alten Jobs kündigen, Entwickler einstellen, usw. Heute ist Mantas immer noch im Unternehmen.

Ein Jahr später haben wir Leute von Accel Partners (ein Investmentfond) kennengelernt, die uns wieder darin bestätigt haben, an unsere Idee zu glauben. Sie wollten sogar ein Teil davon werden! Im Januar 2013 wurden 5,5 Millionen Euro investiert. Wir haben das Geld verwendet, um Personal einzustellen (vor allem Techniker), unsere Marketing-Aktivitäten zu verstärken und Teams in Polen, Frankreich, den USA und UK zu gründen.

Vinted warf die ganze Zeit über keinen Profit ab. Ende 2013 war weniger als die Häfte des investierten Geldes übrig. Wir dachten noch nicht so sehr an die Zukunft des Unternehmens, da wir darauf fokussiert waren, die Idee hinter Vinted zu verbreiten. Heute arbeiten 130 Angestellte und mehr als 50 Freiberufler für Vinted.

I musste raus und nach mehr Geld von reichen Leuten fragen. Das Resultat ist, dass wir dieses Jahr 20 Millionen Euro von einer amerikanischen Firma namens Insight Venture Partners erhalten haben. Sie waren so in die Idee von Vinted verliebt, dass sie ihr Investment, fast ohne zu zögern, angeboten haben und das obwohl sie wussten, dass wir extrem unprofitabel sind.“

Insight Ventures ist als Investor prädestiniert, da es neben Kleiderkreisel/Vinted auch an Dawanda, Threadless, Karmaloop, Indiegogo und anderen Community-Konzepten beteiligt ist. Schwierig wird es allerdings, wenn die für den Erfolg maßgeblichen Personen nicht mehr an Bord sind.

Währenddessen ist Mädchenflohmarkt diese Woche nach Edited („Projekt Collins bindet Mädchenflohmarkt ein“) nun auch bei Ebay gestartet.

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Kategorien:Make Economy, Shopboerse

10 replies

  1. Hi, nur als Info, soweit ich weiß ist Mädchenflohmarkt nicht mehr bei Edited eingebunden, dafür direkt bei Aboutyou. An der Stelle großen Dank für Deine super Seite! Immer lesenswert!!

    Viele Grüße
    Stephan

  2. Hi, wir werden noch vor Weihnachten wieder mit unseren Concierge Service Artikeln noch prominenter bei Edited eingebunden sein. Lasst euch überraschen.

    Lg
    Thorsten

  3. Jetzt sind unsere Concierge Service Artikel wie angekündigt auch wieder bei Edited.de erhältlich: http://www.edited.de/second-hand-fashion

    Lg
    Thorsten

  4. Leider hat der KK schon lange seinen Ursprünglich so tollen Charme verloren… Sicherheit kann man auch kostenlos bieten, ist aber mit etwas mehr aufwand verbunden und wer will schon aufwand haben um geld zu machen? Eine schöne alternative wäre http://www.die-kramkiste.com – ein anderes System, aber mit Bewertungssystem, Forum und Useralben und vielem mehr. Nur geprüfte Mitglieder, schwarze Schafe sind so gut wie ausgeschlossen. Und ausserdem: KOSTENLOS & WERBEFREI!

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