M-Bassadors: Wie sich Zalando auf mobile Zeiten einstellt

Zalando will in nächster Zeit mobile Gas geben, u.a. über Kooperationen mit Amaze & Co. („Zalando enthüllt seine neue Mobile-Strategie“). Am Freitag hat Zalando im Rahmen seiner Mobile-Offensive sein M-Bassador-Programm gestartet mit einem Design-Thinking-Prozess – frei nach der Devise „Describe yourself as an app“:

zalandombassador

Spannend wird sein, wo (überall) sich ein Zalando im mobilen Universum („Die mobilen Dimensionen des E-Commerce“) ansiedeln will.

zalandombassadors

In jedem Fall dürfte Zalando einer der wenigen der etablierten E-Commerce-Player sein, der das Thema sehr weit denkt und tendenziell auf „starke Mobile-Strategien“ setzt:

k5mobile

Passend zum Thema hat die Internetworld ein ausführliches Interview zur Mobile-Strategie von Zalando („Wir möchten ein Shopping-Erlebnis schaffen“) – mit einer allerdings sehr bezeichnenden (sprich: ausweichenden) Antwort auf die doch sehr klare Frage: „Welchen Umsatzanteil am Gesamtumsatz wird über den Mobile-Kanal bei Zalando erwirtschaftet?“

Auch in den Exchanges befassen wir uns mit dem Handel in mobilen Zeiten regelmäßig unter dem Motto „Smarter Home & Living“.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Samwer Report

  1. Apropos „starke Mobile-Strategien“ und „schwache Mobile-Strategien“: Wann bekommen wir die Mobilstrategie von Exciting Commerce vorgestellt? ;-)

    • das mobile Angebot von Exciting Commerce nennt sich Exchanges

      • Nee, ich rede von einer echten Strategie und nicht von einem weiteren Ausgabekanal von Digitalinhalten. Ich stelle mir eher sowas vor, wie es oben auf Deinem eigenen Schaubild steht: „setzen auf Kommunikation / Interaktion und auf das Mobilisierungspotenzial“.

      • da haben wir offenbar unterschiedliche Auffassungen über eine „echte Strategie“ und die Rolle von Exciting Commerce. In meinem Verständnis sind die Exchanges kein „weiterer Ausgabekanal von Digitalinhalten“.

        Außerdem steht Mobile in meiner Einschätzung heute da, wo Online maximal 2002/3 stand. Exciting Commerce ist 2005 online gegangen. In zwei, drei Jahren, wenn der Markt reif(er) ist, haben wir dann sicherlich eine Mobile Strategie, die den Ansprüchen genügt :-)

        Wenn ich sehe, wie ein Exciting Commerce als „Live“-Medium auch 2015 noch über Mail-Newsletter genutzt wird (obwohl wir das noch nie aktiv promotet haben), dann ist für Exciting Commerce in Sachen Mobile – ebenso wie für viele andere auch – noch keinerlei Eile geboten.

        Aber spannend natürlich zu verfolgen, was Vorreiter wie Zalando, Instacart, Runtastic, Uber und andere in Sachen Mobile treiben.

        Das Chart soll auch eher das Bewusstsein schärfen, wieviel Sinn es macht, in der aktuellen Marktphase aktionistisch in schwache Mobile-Konzepte zu investieren, während zugleich starke Mobile-Player entstehen.

      • „In zwei, drei Jahren, wenn der Markt reif(er) ist, haben wir dann sicherlich eine Mobile Strategie, die den Ansprüchen genügt.“

        Ist dieses Abwarten nicht genau das, was Du den Händlern immer vorwirfst?

      • Nein, weil dieses Abwarten ja nicht „Däumchen drehen“ heißt, sondern Markt beobachten, experimentieren und die Möglichkeiten ausloten. Ich halte nur nichts von übertriebenem Aktionismus und pseudoinnovativem Verhalten. Gerade beim Thema Mobile sieht man ja, wie viele sich von einem Hypestrudel mitreissen lassen (obwohl der Markt erkennbar noch nicht reif ist).

        Viele Händler haben noch soviele strategische Hausaufgaben zu erledigen, dass die Toppriorität ganz sicherlich nicht Mobile sein muss. Zalando hat als einer der wenigen (Großen) seine Hausaufgaben gemacht und spricht die richtigen Zielgruppe an. Entsprechend liegt da der Fall komplett anders und man kann gespannt sein, ob und wie Zalando mobile Fuß fassen kann.

        Entsprechend viel wird der gesamte (Online- und Mode-)Handel von Zalando lernen können.

      • “In zwei, drei Jahren, wenn der Markt reif(er) ist, haben wir dann sicherlich eine Mobile Strategie, die den Ansprüchen genügt.”
        Genau das ist Jochens Vorwurf an die Händler.

        Als Händler könnte ich in Anknüpfung an den Gedanken, dass sich der Markt erst entwickelt, auch ein stufenweises Vorgehen wählen: Im ersten Schritt betrachte ich mobile Geräte zunächst nur als weiteren Ausgabekanal, den ich für mein bestehendes Geschäft nutze. Erst wenn der Markt reifer ist, überlege ich, welche neuen zusätzlichen Geschäftsmodell auf Mobilplattformen möglich sind. Wobei hier gewiss auch die Möglichkeiten je nach Unternehmensgröße und Marktpositionierung unterschiedlich groß sind.

      • Excitingcommerce ist wenigstens bereits für Smartphones optimiert, was viel Händler von ihren Shops nicht behaupten können. Aufgrund des Updates in der mobilen Suche am 21.04. sollten hier allerdings einige Shops so langsam die Haken in den Teer hauen und Gas geben, wenn sie weiterhin mobilen Traffic erhalten und verwerten wollen.

        Btw: Bei eurer mobilen Version ist das Menü verbesserungswürdig. Z.B. habe ich auf die Schnelle keine Möglichkeit gefunden, die Punkte eurer horiz. Navigation (Exchanges, Samwer Report, K5 etc) zu erreichen.

  2. „Wenn ich sehe, wie ein Exciting Commerce als “Live”-Medium auch 2015 noch über Mail-Newsletter genutzt wird (obwohl wir das noch nie aktiv promotet haben), dann ist für Exciting Commerce in Sachen Mobile – ebenso wie für viele andere auch – noch keinerlei Eile geboten.“
    —> Und genauso denken 99,9% aller E-Commerce-Firmen. Never change a running system… Warum was verändern, wenn der von euch so oft genannte „lame commerce“ doch so hervorragend funktioniert.

    • würde mir auch wünschen, dass vieles schneller geht, aber bei bestimmten Themen muss man eben warten, bis der Markt, sprich: die Leute, soweit sind.

      Was nicht heißt, dass bestimmte Konzepte nicht heute schon möglich sind. Aber das sind in der Regel nicht die vielgehypten.

      Auf Exciting Commerce bezogen: Die Exchanges funktioneren (erstaunlicherweise), deshalb forcieren wir das.

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