Photobox schluckt PosterXXL und wächst so auf 343 Mio. €

Nach Hofmann und Posterjack hat sich Photobox jetzt auch noch PosterXXL geschnappt:

posterxxl

„Der Münchner Fotodienstleister posterXXL AG wird Teil der PhotoBox-Gruppe, London, einem führenden Anbieter für Online-Fotoservices sowie personalisierter Produkte und Geschenkartikel für Endverbraucher in Europa.

Ein entsprechender Vertrag zur Übernahme von 100 Prozent der Anteile an der posterXXL AG wurde heute unterzeichnet.

Die PhotoBox-Gruppe, zu der bereits die Einzelhandelsmarken PhotoBox, Moonpig, PaperShaker, Sticky9, Hofmann und Posterjack gehören, baut damit ihre Stellung in Europa weiter aus.“

Photobox hat seine Umsätze im letzten Geschäftsjahr durch durch Zukäufe („Photobox schnappt sich auch Posterjack und Hofmann„) von 209 Mio. Euro auf 304 Mio. Euro gesteigert. PosterXXL bringt weitere 39 Mio. Euro mit („PosterXXL wächst um 25%„).

Statt des erhofften Börsengangs sah es zuletzt so aus, als könnte Photobox – wie kürzlich schon The Hut Group – an Private Equity Investoren gehen.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Shopboerse, Wunschgenau

15 replies

  1. Für wieviel?

    • ist leider nicht bekannt. Aber das EBITDA lag bei 8 Mio. Euro (http://www.altiumcapital.com/our-track-record/transaction/posterxxl/). Da kann mans grob überschlagen.

      • Mit welchem Faktor aufs EBITDA sollen wir es denn grob überschlagen?

      • 10-facher Gewinn, 1-2-facher Umsatz wären so die üblichen Daumenregeln. Bei Wachstumsunternehmen gerne auch höher :-)

      • Danke für die Einschätzung. Ein bis zweifacher Umsatz erscheint mir ein glaubwürdiger Schätzwert zu sein. 10-facher Gewinn glaube ich dagegen nicht. Daimler und Allianz sind mit einem KGV von 10 bewertet. Beide nicht gerade als dynamische Wachstumswunder bekannt. Ich würde bei „E-Commerce-&-Co-Buden“ eher den 25 bis 50-fachen Gewinn als Faktor vermuten. Vor allem auch im jetzigen Niedrigzins-Umfeld, wo das ganze freie Geld händeringend nach halbwegs rentierlichen Geldanlagemöglichkeiten sucht.

  2. @ Jochen,

    10-facher Gewinn, 1-2-facher Umsatz ist jetzt aber schon eine sehr große Hausnummer. Welche Rahmenbedingungen müssen Deiner Meinung nach gegeben sein (Umsatzgröße, Wachstumsraten/-perspektiven) siehst Du diese Faustformel realisierbar?

    Bei den Shops in meiner Verkaufsbörse (geht von 100 TSD – 5 MIO Jahresumsatz) sehe ich da keine Chance.

    • 5 Mio. Euro Umsatz würde ich für die Formel mittlerweile als Minimum ansetzen, außer es ist ein extrem lukratives Nischenthema.

      In der Verkaufsbörse war zuletzt leider kaum noch was Spannendes, hätte ich ansonsten aufgegriffen.

    • Ohne den Anbietern in der shopanbieter.de-Verkaufsbörse zu nahe treten zu wollen, muss man beim Studium der Verkaufsangebot doch konstatieren, dass es sich vielfach um Nebenerwerbs-Onlineshops handelt. Wenn schon der One-Page-Checkout und die Onlineschnittstelle zu einer Rechtsanwaltskanzlei mit rechtssicheren AGB-Texten als Schlüssel-Features eines Shops herausgestellt werden, weiß der versierte Leser doch sofort, woher der Wind weht und in welcher Liga die Shop-Verkäufer spielen. Ist es da noch ein Wunder, dass sich keine Käufer für solche Shops finden?

      Wenn jemand einen Shop mit Umsatz- und Gewinnwachstum (und positiven Zukunftsaussichten) für das 10-fache des Jahresgewinns verkauft und den Erlös lieber für 1% Zins aufs Sparbuch legt, ist ihm aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht mehr zu helfen.

      • Na, das ist doch mal eine Ansage! :-)

      • Ach so, noch ein kleiner Nachtrag: Wenn ich die Angebote in der shopanbieter.de-Verkaufsbörseso durchschaue, fällt natürlich auf, dass es sich beim dort genannten „Gewinn“ offensichtlich um den Ertrag handelt, bei dem der Lohn des Inhabers (in der Regel ein Einzelunternehmer) noch nicht berücksichtigt ist. Ziehe ich davon ein angemessene Summe für die Arbeit des Unternehmers ab, dann bleibt gar nicht mehr so viel „echter“ Gewinn übrig. Bei Kapitalgesellschaften wie PosterXXL sind natürlich im Gegensatz dazu bei der genannten EDITDA-Zahl die Geschäftsführer-Gehälter bereits berücksichtigt. Deshalb ergeben sich für Kapitalgesellschaften ganz andere Gewinn-Vielfache als Unternehmensbewertung als für Einzelunternehmen. Meine Bemerkung zum Unsinn des Verkaufens für das 10-fache des Jahresgewinns bezog sich selbstverständlich nur auf Kapitalgesellschaften.

  3. @ Christian,

    —snip—
    Wenn ich die Angebote in der shopanbieter.de-Verkaufsbörseso durchschaue, fällt natürlich auf, dass es sich beim dort genannten “Gewinn” offensichtlich um den Ertrag handelt, bei dem der Lohn des Inhabers (in der Regel ein Einzelunternehmer) noch nicht berücksichtigt ist. Ziehe ich davon ein angemessene Summe für die Arbeit des Unternehmers ab, dann bleibt gar nicht mehr so viel “echter” Gewinn übrig.
    —snap—

    Ja, wenn ich diese Frage stelle wird seitens der Shop-Betreiber dann meistens geschluckt. Meistens bleibt dann nämlich tatsächlich nichts mehr übrig.

    Aber auch wenn man einen fairen Unternehmerlohn bereits abgezogen hat, wird das 10-fache des Gewinns und vor allem 1-2-fache des Umsatzes kaum erzielbar sein. Kann m.E. also bestenfalls für sehr professionell aufgestellte Onlineshops ab Jahresumsatz x mit starken Wachstumschancen funktionieren.

    Bei dieser Frage würde ich mich sehr auf Praxiserfahrung freuen. Das betreffende Unternehmen muss ja nicht genannt werden.

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