Kleiderkreisel entlässt 25% und steckt das Geld ins Marketing

Andere entlassen Mitarbeiter, um profitabel zu werden. Kleiderkreisel streicht 25% seiner Leute, um das Geld ins Marketing zu stecken, schreibt der Gründer in einem bemerkenswerten Post:

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„We are changing our strategy at Vinted from product to growth-oriented. In the last three months we validated a different business model which proved an incredible growth of our company and community. In the last 8 weeks we almost doubled our business in Germany.

Today we need to make one more step, a very hard decision. We are changing our costs structure to be compatible with the new growth strategy which is very marketing focused.

We are letting go 25% of our dearest people working at Vinted. Ability to later reinvest the saved capital into growth marketing will ensure a very different outcome both short and long term for Vinted.

We are opening a new office in Berlin where we plan to move a part of our core business. Part of marketing and senior management are first to move. This will ensure that we will be able to attract the world-class talent needed for the further growth of the company.

We will close the office in Munich and will concentrate operations in Berlin. This will lead to some cost efficiencies which will be fully reinvested to growth marketing.

It is very sad news to our people and one of the biggest changes we ever made. This is the price we have to pay for mistakes we made with the previous strategy, and I know it is a very big learning to me.

Vinted, stay strong!“

Seit dem Einstieg der Investoren hat Kleiderkreisel/Vinted mit seinen strategischen Entscheidungen immer wieder für Irritationen/Kopfschütteln gesorgt.

Erst hat Kleiderkreisel mit einem Bezahlsystem das natürliche Wachstum ausgebremst, um die Gebühren dann am Ende doch zu streichen („Kleiderkreisel scheitert mit seinem Gebührenmodell“).

Nun, da die Community darniederliegt, muss das Wachstum künstlich befeuert werden.

Und man muss kein großer Hellseher sein, um zu ahnen, was als nächstes geschieht.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Shopboerse, Social Commerce

5 replies

  1. Kleiderkreisel geht schon länger dem Bach runter, ein Wunder eigentlich, dass sich das Unternehmen mit einem so dilettantischen Geschäftsführer überhaupt so lange auf dem Markt halten konnte.

    • Ohne die Entwicklung entschuldigen zu wollen, sollte man berücksichtigen, dass der Gründer eben kein gelernter Geschäftsführer/Unternehmensstratege ist, sondern jemand, der eher von der technischen Seite/Produktentwicklung kommt.

      Evtl. hätte es Kleiderkreisel aber gut getan, früher auf ein professionelles Management zu setzen. Allerdings hätte vermutlich auch dann die Community gelitten. Denn auch das Community-Management ist ja nicht jedem (Geschäftsführer) gegeben.

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