Runners Point stellt sein Online-Outlet SP24 endgültig ein

Während Karstadt und die Signa Sports Group fleissig trommeln, hat man lange nichts mehr von Runners Point gehört, das in den 80er Jahren ebenfalls mal bei Karstadt begonnen hat, seit 2013 aber zu Footlocker gehört und online vor allem mit dem Outlet SP24.com Erfolge feierte.

Im Jahresabschluss der Foot Locker Europe.com GmbH, wie das E-Commerce-Geschäft von Runners Point (ehem. Tredex GmbH) heute heißt, heißt es zum Niedergang:

„Foot Locker Europe. com konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr [2016] eine Verringerung der Umsätze von TEUR 22.099 auf TEUR 15.524 feststellen. Dies entspricht einem Rückgang um 29,7 %. Ohne die in den Umsatzerlösen ausgewiesenen Weiterbelastungen an andere Konzernunternehmen betrug der Umsatzrückgang 36,9 %.

Die rückläufige Geschäftsentwicklung ist insbesondere auf den Strategiewechsel für den Outlet-Shop SP24.com zurück zu führen. Der Outlet-Shop SP24.com ist bei neuen Produkten nicht mehr so preisaggressiv wie in der Vergangenheit und zusätzlich wurde die Weiterentwicklung für diesen Banner gestoppt, wodurch die umsatzstarke, aber preissensible DACH-Kundengruppe, nicht mehr bedient werden kann. Ferner wurde bei Premium-Marken die Preisstrategie dahingehend verändert, dass Reduzierungen auf neue Produkte erst später stattfinden.

Foot Locker Europe. com hat im Geschäftsjahr 2016 einen Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) von TEUR -2.591 erlitten, der unter dem Vorjahresergebnis (TEUR -982) liegt.

Der Umsatzrückgang hat sich im Jahr 2017 deutlich verlangsamt fortgesetzt, und betrug 7 %. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Rückgang ausschließlich den Absatzkanal sp24.com betrifft, während sich die Umsatzerlöse der Vertriebskonzepte RUNNERS POINT und SIDESTEP deutlich erhöhten, jedoch den Umsatzrückgang beim vormals wichtigsten Kanal sp24.de nicht ausgleichen konnten. Der ungeprüfte Jahresabschluss 2017 weist einen negativen EBIT von EUR 3,9 Mio aus.

Für das Jahr 2018 sieht die Planung einen deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zu 2017 bei einer nur geringfügigen Verbesserung des EBIT vor.“

Kein Wunder also, dass Footlocker und Runners Point SP24 Anfang des Jahres komplett eingestellt haben.

Auch in seinen stationären Läden hat Footlocker mit Umsatzrückgängen zu kämpfen, weil online nicht wettmachen kann, was offline verloren geht und die Sportlabels an den (Online-)Handel zunehmend höhere Anforderungen stellen.

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Kategorien:Shopboerse

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