Plan B: Karstadt präsentiert Karstadt City Logistik für 2020

Was aber, wenn das Warenhaus tatsächlich tot ist? Noch vor der Fusion mit Kaufhof hat Karstadt heute seinen Plan B für die City Logistik präsentiert („Karstadt und Fiege gründen neues Logistikunternehmen“):

„Wir verfügen mit unseren Filialen über 79 Logistikstandorte mitten in der Innenstadt und über ein Zentrallager. Unser neuer Partner Fiege ist ein sehr erfahrener Logistikdienstleister.

Wir werden nun in einem Joint Venture das Beste aus den beiden Welten Handel und Logistikdienstleistung miteinander kombinieren. Im Ergebnis werden wir nicht nur über eine maßgeschneiderte und hocheffiziente Logistik für Karstadt verfügen, sondern auch in die Lage versetzt, diese einzigartige Erfahrung zukünftig am Markt anzubieten.“

Für Zalando, Zooplus und nicht zuletzt für Amazon könnten entsprechende City-Hubs für Last Mile Services durchaus spannend sein.

Zu den bisherigen 79 Standorten könnte Karstadt bald 136 weitere dazu bekommen, Karstadt Sports noch nicht berücksichtigt („Offiziell: Karstadt Sports fliegt aus der Signa Sports Group“).

Spannend ist der Deal nicht zuletzt für Fiege, das so einen starken Fuß in die Tür der City Logistik bekommt.

Siehe dazu auch Ein paar Augenöffner für die Logistik von morgen und Wer würde jetzt in Hermes investieren – und wer in Picnic?

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Shopboerse

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  1. Das ist das (belächelte) Multichannel-Modell einen Schritt weiter gedacht. Den Deal macht immer die Webseite, das Fulfillment das lokale Ware(n)haus.
    Wobei ich noch ein Fragezeichen habe: Die Kaufhäuser sind ja in den Innenstadtlagen sehr teure Immobilien verglichen mit ner Blechhalle am Stadtrand. Die Frage ist, ob man da pro qm Fläche mit Fulfillment den gleichen Ertrag heraus bekommt, wie mit dem Ladenverkauf.

    • letztlich gehts ja darum, aus der Not eine Tugend zu machen. Bin auch gespannt, ob sich das rechnet. Wohl am ehesten für schnelldrehende Konzepte mit hohem Lagerumschlag.

      Mit Muttichannel hat das allerdings wenig zu tun, wenn aus Ladenflächen Logistikflächen werden. Aber Karstadt will ja auf ein Marktplatzmodell setzen (sprich: auf Untervermietung), weil sich das klassische Handelsmodell in den teuren Lagen ohnehin nicht mehr lohnt.

      • Nee, hat es nicht, aber die Multichannel-Aktivitäten haben den Vorteil, dass da bereits viel Geld für IT-Systeme verpulvert ähm investiert wurde, um z.B. sowas wie ein virtuelles Warenlager zu steuern, so dass man Online-Aufträge in die entsprechenden lokalen Lager routen kann und von dort fulfillen lassen könnte. Bisher war das noch Click&Collect (Unfug), in Zukunft wird das CityLogistik.
        Die Arbeit und das Geld was da reingeflossen ist, war nicht umsonst. ;-)

      • na, denn. (Aber mit Storelogix ist das doch eh alles ein Klacks, wie das Beispiel Getnow zeigen soll :)

  2. Warum sollte man City-Hubs in teuerster Innenstadt-Lage einrichten, die besonders für Transporter oder größere Fahrzeuge schlecht anfahrbar sind und in deren direktem Umfeld kaum einer wohnt, den man mit kurzen Wegen beliefern könnte?
    Womit wir wieder bei den real Märkten sind ;-)

    • Denke, Karstadt und Kaufhof wären froh, wenn sich alle Standorte in teuren Innenstadtlagen befänden. Aber viele sind ja in weniger attraktiven Stadtteilzentren, etc. In München wäre der Karstadt am Nordbad so ein Fall. Den braucht in der Form eigentlich niemand mehr.

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