DHL-Update: Preiserhöhungen ohne Zukunftsinvestitionen

5 Mrd. Euro verspricht DHL seinen Aktionären weiterhin. An Geld mangelt es also nicht. Doch anstatt jetzt Gas zu geben und die Zukunft aktiv zu gestalten, gönnt sich DHL im Paketgeschäft eine zweijährige Auszeit und beschäftigt sich dabei vor allem mit sich selbst.

Mit Preiserhöhungen versucht DHL Paket die Nachfrage zu dämpfen. Planungen über 2020 hinaus gibt es weiter nicht. Siehe das Quartalsupdate von heute (PDF):

Kurzfristig scheint die Strategie aufzugehen (siehe die Vergleichszahlen für 2018). Schließlich sind die meisten Online-Händler DHL & Co. ausgeliefert.

Aber natürlich arbeiten Amazon und die smarteren unter den Online-Händlern an Alternativen:

So präsentieren sich auf der K5 am 4./5. Juni in Berlin u.a. AO, Lieferando und Picnic sowie Pick8Ship, Nello und Budbee mit alternativen Lösungen.

Es ist es nicht so, dass DHL überhaupt nicht investieren würde. Das Geld fließt aber in die Optimierung überkommener Prozesse und Strukturen. Dem Strukturwandel („Exchanges #208: 10 Hypothesen für die Logistik von morgen“) will sich DHL bis auf weiteres nicht stellen:

Angesichts der Krise von DHL & Co. bleibt der (Paket-)Kollaps also weiter vorprogrammiert:

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Logistik, Shopboerse

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