Wie könnte eine Mobile-Strategie für Reuter.de aussehen?

Reuter.de, mit über 200 Mio. Euro Umsatz einer der großen deutschen Online-Versender, ist eines unserer Lieblingsbeispiele, wenn es um die Entwicklung einer Mobile-Strategie geht. Denn Reuter hat so ziemlich alles, was dafür notwendig wäre, macht aber (noch) nichts daraus.

So betreibt Reuter.de neben dem Online-Shop seit 2017 auch Werkprofi, was – mobil gedacht – der perfekte Einstieg sein könnte, um Menschen mit Renovierungsbedarf Angebote machen zu können.

Doch statt einer Mobile-Strategie hat Reuter.de aktuell lediglich eine Responsive Website. Und auch Werkprofi ist aktuell nur ein besseres Webverzeichnis, das zudem nicht frei zugänglich ist.

Reuter.de könnte in Sachen Mobile in mindestens zwei Richtungen denken:

  1. Wie lässt sich – ggf. zusammen mit den Werkprofis – ein attraktiver Stream gestalten, der von der Interaktion mit den Handwerkern und ggf. auch der Nutzer untereinander lebt. So könnte sich Reuter gut als Partner und Vermittler mit eigenen Angeboten für Heim und Bad integrieren.
  2. Andererseits könnte Reuter aber auch Services für die letzte Meile entwickeln und sich so die Relevanz für die Kunden sichern. AO ist da auf bestem Weg.

Beides würde bedeuten, dass sich Reuter.de nochmal komplett neu erfinden müsste. Aber Reuter, das ursprünglich aus dem stationären Handel kommt, ist das ja schon einmal gelungen.

Was macht IKEA aus TaskRabbit?

Spannend auch, dass IKEA aktuell vor derselben Herausforderung steht wie Reuter.de. So kann man gespannt sein, was IKEA aus TaskRabbit macht, wenn es jetzt auch in Deutschland startet:

So steht TaskRabbit mobil schon etwas besser da. Aber auch TaskRabbit merkt man an, dass es bereits 2008 gegründet wurde. Vieles würde man heute sicherlich etwas anders angehen:

In jedem Fall aber hat TaskRabbit für IKEA (mobiles) Plattform-Potenzial und passt auch perfekt in die neue IKEA-Strategie (PDF):

Das ist in Sachen Mobile zwar gerade alles noch nicht das Gelbe vom Ei. Aber es bringt einen zumindest ins Grübeln, warum sich Onliner mobile weiter so schwer tun.

In den kommenden Jahren dürften sich allerdings auch im E-Commerce ein paar ernsthafte Mobile-Player herauskristallisieren. Siehe zum Beispiel Enjoy. Und so werden Mobile-Strategien zunehmend im Fokus von Exciting Commerce stehen (Exchanges #240):

Wer sich dafür interessiert: In Kürze gibts dazu auch MORE Meetups und Workshops.

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Kategorien:Home & Living, Mobile

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