The Billionaire Effect: Was „Producer“ und „Performer“ unterscheidet

Sieht man von „Blue Ocean Strategy“ einmal ab, so gibt es zum Thema Unicorns, also dem Aufbau von Unternehmen mit Milliardenpotenzial, zwei lesenswerte Bücher: Zero to One und The Billionaire Effect („How Extreme Producers Create Massive Value“).

Beide könnten gegensätzlicher nicht sein. Stehen doch bei letzterem weniger die revolutionären Ideen oder der Kapitalzugang im Fokus, sondern vor allem die Qualitäten der Macher:innen.

The Billionaire Effect unterscheidet dabei zwischen „Producer“ und „Performer“ im Hollywood-Sinn, also denen, die Ideen entwickeln und zum Leben erwecken, und den Ausführenden.

Erhellend sind dabei vor allem die menschlichen Qualitäten (Empathic Imagination, Patient Urgency, Inventive Execution und Relative View of Risk), die zumeist gegensätzlicher Natur sind.

Im Fall von „Patient Urgency“ sind die Producer:innen sehr ausdauernd und geduldig bei der Vorbereitung und Entwicklung ihrer Ideen, nutzen dann aber sehr geschickt die Gunst der Stunde und geben genau dann Vollgas, wenn die Zeit reif ist. Von ungeduldigem Aktionismus keine Spur.

Ähnlich bei „Inventive Execution“: Auch in der Verwirklichung der Ideen gehen sie ungewöhnliche Wege bei entsprechend überschaubaren Risiken.

The Billionaire Effect ist eine gute Inspirationsquelle dafür, wie sich große Themen angehen lassen, vor allem aber ein Plädoyer dafür, kreativen Geistern den nötigen Freiraum bei der Entwicklung und Verwirklichung neuer Ideen zu geben.

Einziges Manko ist, dass die Autoren nicht wirklich verstanden haben, worum es beim Thema Blue Ocean Strategy geht.

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Kategorien:Bücher

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