Warum jeder „Der schwarze Schwan“ gelesen haben sollte

Nicht nur „Blue Ocean Strategy“, sondern auch „Der schwarze Schwan“ (bzw. „The Black Swan“) sollte jeder gelesen haben – um sich bei Ausblicken und Prognosen immer wieder vor Augen zu führen, wie wenig wir eigentlich wissen und wie sehr die Welt vom Zufall geprägt ist, sprich: von extrem unwahrscheinlichen Ereignissen, die allerdings enorme Auswirkungen haben können:

„Schwarze Schwäne“ lassen sich nicht vorhersehen (sonst wären es keine „Schwarzen Schwäne“ mehr). In einer komplexen Welt bleibt daher nur, sie nicht mehr komplett auszuschließen (wie das üblicherweise geschieht) und sich ganz bewusst auf eine Welt einzustellen, die zunehmend von unerwartbaren Ereignissen geprägt ist.

Zwar gibt es heute nicht mehr „Schwarze Schwäne“ als früher, aber ihre Bedeutung ist größer, da ihre Auswirkungen in einer stark vernetzten Welt extremer sind als in einer nur lose gekoppelten.

Wir sind es gewohnt, von Normalverteilungen auszugehen, linear zu denken und die Zukunft aus den Erfahrungen der Vergangenheit abzuleiten. Das hilft uns aber nichts in einer von Extremen geprägten Welt. Deshalb müssen wir in der Risikoabschätzung lernen, uns besser auf plötzliche Veränderungen, exponentielle Entwicklungen und extreme Ereignisse einzustellen:

In „Der schwarze Schwan“ versucht Nassim Nicholas Taleb vor allem, das Risikobewusstsein zu schärfen. Er beschreibt, warum wir Risiken unterschätzen und warum wir so anfällig für „Schwarze Schwäne“ sind.

Im Nachfolger „Antifragile“ (der nicht minder aufschlussreich, aber schwerer zu lesen ist), geht es dann vor allem darum, wie man von extremen Entwicklungen profitieren kann, ohne sich das Genick zu brechen. Er unterscheidet dabei, wie fragil, robust oder antifragil etwas gegenüber diesen Entwicklungen ist.

Siehe dazu auch die Exchanges #259: Wie (anti)fragil ist der Onlinehandel?

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Bücher

  1. Das Buch ist auf jeden Fall eine Bereicherung. Man bekommt eine Ahnung der Zusammenhänge.

    Wir sollten uns aber die Frage stellen, ob wir diese Extremen überhaupt wünschen und welche Möglichkeiten es gibt, diese zu begrenzen.

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