Im aktuellen Manager Magazin finden sich nicht nur interessante Geschichten zu Haniel, zu Signa und zu Media Saturn. Bemerkenswert ist auch die Titelgeschichte zu Check24, eine der großen Unbekannten im deutschen Internet.
Die einzig überlieferten Umsätze stammen aus den Jahren 2015 und 2016. Heute dürfte Check24 um ein Vielfaches größer sein, Milliardenumsätze machen und damit Gestaltungsmöglichkeiten haben wie wenige andere.
Das Porträt ist spannend zu lesen, auch wenn sich Check24 von seinen E-Commerce-Ambitionen gerade erst verabschiedet hat:
„Alles gelingt Blase und Juls indes längst nicht. So haben sie Anfang des Jahres in aller Stille eine ihrer großen Wetten weitestgehend dicht gemacht: den Shoppingbereich mit rund 400 Angestellten, mit dem sie Amazon attackieren wollten.
Es wäre der ultimative Frequenzbringer gewesen, erklärt ein Insider die Strategie – ähnlich wie Reisen.
Beteiligte schätzen, dass eine gut neunstellige Summe investiert wurde, bevor Blase und Juls den Stecker zogen.
„Eine sehr schmerzhafte Entscheidung“, sagt Blase. Aber am Ende waren selbst ihm die Verluste zu hoch. „Amazon ist in dem Bereich einfach zu stark.“
Der Shoppingbereich verabschiedet sich jedoch nicht ganz: Möbel, Autoreifen, Elektronik, Haushalt, Baumarkt, Beauty und Spielwaren sind bei Check24 auch weiter zu finden.
Mehr zu Check24 auch im Podcast zur Titelgeschichte und im Interview bei Finance Forward.
Wie Check24 tickt und was die Branche von Check24 lernen kann (oder auch nicht), darüber sprechen wir diese Woche dann auch in den Exchanges #340.
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Kategorien:Shopboerse

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