Preisaktionen funktionieren immer, sind aber auch ein Indikator für den Verzweiflungsgrad eines Händlers. Entsprechend hellhörig macht es, wenn Amazon 2025 nicht nur Frühlingsangebote einführt, sondern zugleich auch seinen Prime Day(!) von zwei auf vier Tage ausdehnt.
„Der Prime Day, Amazons exklusives Shopping-Event, startete am 15. Juli 2015 als Geschenk zum 20. Geburtstag des Online-Händlers.
Was als einmaliges Shopping-Festival begann, entwickelte sich zum globalen Deal-Event mit Blitzangeboten und Tagesdeals.“
2019 hatte Amazon den Prime Day erstmals von einem auf zwei Tage ausgedehnt und jetzt erstmals auf vier Tage verlängert.
Zugleich entwickelt sich der Black Friday zur Black Week zum Black Month – und Amazon hangelt sich zunehmend von einem Abverkaufsevent zum nächsten.
Immerhin: Amazon versucht mit dem Prime Day, neue zahlende Mitglieder zu gewinnen und ist in der glücklichen Lage, die Kosten für die Deals an seine Marktplatzhändler abzuwiegeln.
Dennoch bleibt es spannend zu beobachten, wieviele Abverkaufstage und -wochen sich Amazon in diesem Jahr gönnen will.
Wenn das Dealrad überspannt wird
Natürlich steht Amazon mit diesem Vorgehen nicht allein.
In China sieht man, was Alibaba & Co. aus dem Singles Day und anderen Shoppingevents gemacht haben, wie diese durch die kontinuierliche Ausweitung zunehmend an Strahlkraft verlieren und die Umsatzentwicklung im Rest der Zeit beeinflussen.
Amazon und Alibaba sind in den GLORE50 vertreten.
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Die Frühlingsangebote gab es bereits in den letzten beiden Jahren 2023 und 2024. Allerdings wurde hier seitens Amazon deutlich weniger Werbung gemacht, trotz der Tatsache das es gegenüber den Händlern als Tier1 Event bezeichnet wurde, und war dementsprechend weniger erfolgreich.