Was bleibt vom ersten A!-Day für Consumer Agents und Agentic Commerce am 8. Oktober in München? Jede Menge Ideen, spannende Demos und viele Anregungen für die Zukunft des Handels.



Gemeinsam mit Startups, Branchenexperten und Teilnehmern unserer AI Thinktanks haben wir einen Tag lang darüber gesprochen, was mit KI-Agenten möglich wird und wo die größten Businesspotenziale liegen.




Das waren einige unserer Highlights:
- Milliardenideen für Consumer Agents: Von AI Friends und AI-native Entertainment über persönliche Agenten bis hin zu sozialen Netzwerken für Agenten. Wir haben einige der spannendsten Ideen aus unseren AI Thinktanks vorgestellt und gemeinsam weitergedacht. Paul Krauss hat fünf seiner Favoriten zusammengefasst.
- Liquid Demand und Demand Exchange: Stefan Wenzel stellte seine Vision einer neuen Handelswelt vor, in der KI-Agenten die Nachfrage organisieren und Kaufabsichten handelbar machen. Statt Marktplätzen für Angebote könnte es künftig Marktplätze für Nachfrage geben.
- Ein Live-Kauf von Agent zu Agent: ShopAgentic und AllUnity zeigten auf der Bühne, wie ein KI-Agent bei einem anderen Agenten einkauft und mit einem Euro-Stablecoin bezahlt. Ohne klassischen Warenkorb oder Checkout. Für André Patrzek war das der Moment des Tages.
- Vier Startups und ihre Zukunftsvisionen: Mit Strides (Brand Intelligence), Nomi (Personal Wine Intelligence), Revexia (Conversational Commerce) und ShopAgentic waren vier Startups dabei, die auf ganz unterschiedliche Weise zeigen, was mit KI-Agenten möglich wird.
- Einen Agenten in 30 Minuten bauen: Roman Zenner zeigte in seinem Workshop, wie einfach sich heute bereits eigene Agenten entwickeln lassen. Dazu kam seine Idee eines persönlichen Master-Agenten, der je nach Aufgabe mit anderen spezialisierten Agenten zusammenarbeitet.
- Neue Geschäftsmodelle mit Daten: Martin Szugat zeigte, wie sich Daten monetarisieren lassen und wie neue Angebote wiederum wertvolle Daten erzeugen können. Besonders spannend waren seine Ansätze zu Netzwerkeffekten und zur Lösung des Cold-Start-Problems.
- Wenn persönliche Agenten auf Business Agents treffen: Was passiert, wenn Agenten direkt miteinander kommunizieren? Emad Ameri zeigte das unter anderem am Beispiel einer Restaurant-Demo, bei der persönliche Informationen nur so weit weitergegeben werden, wie sie für die jeweilige Aufgabe benötigt werden.
- Wer bezahlt die Consumer Agents? Auch die Frage nach den Geschäftsmodellen kam nicht zu kurz. Wie können persönliche Agenten Geld verdienen? Und können sie unabhängig bleiben, wenn sie von den Anbietern bezahlt werden? Hier gibt es noch viel zu entdecken.
- Imagine! Statt immer nur darüber nachzudenken, wie KI bestehende Prozesse verbessern kann, wollten wir vor allem neue Möglichkeiten erkunden. Wie weit reicht unsere Vorstellungskraft, wenn wir die heutigen Grenzen einmal beiseitelassen? Genau diesen Ansatz hat Pascal Fantou in seinem Rückblick besonders hervorgehoben.
- Und natürlich die vielen Gespräche: Der persönliche Austausch, die Diskussionen und das gemeinsame Weiterdenken waren mindestens genauso wichtig wie die Vorträge und Demos. Roman Zenner fühlte sich dabei an die Anfangstage der K5 erinnert.

Für uns war der erste A!-Day ein schöner Auftakt. Viele Ideen aus den AI Thinktanks der letzten Monate konnten wir erstmals mit einem größeren Kreis diskutieren. Und einige davon werden uns sicher noch länger beschäftigen.



Weitere Stimmen und Eindrücke vom A!-Day haben wir bereits gesammelt. Die Bilder vom Event gibt es ebenfalls online.
Frühere Beiträge zum Thema:
- Agentic Commerce und die Angst vor dem Kontrollverlust
- Der A!-Day zur jüngsten Welle von Consumer Agents
- „Wenn wir euch die KI-Agenten geben, was würdet ihr damit anfangen?“
- Warum der E-Commerce vor die KI-Welle kommen muss
- Boardy für Consumer – oder: Wie social können AI-Agents werden?
- Wo liegen die größten Potenziale für Agentic Commerce?
- AI Thinktank Serie 2: Wie können KI-Agenten Geld verdienen?
- Drei AI-Agenten, die uns begeistern: Accio, Boardy und Nomi
- Welcher AI-Player wird das nächste Alipay, WeChat, Tiktok?
- Alibaba öffnet seine Qwen-App für Nicht-Alibaba-Services
- Exchanges #397: Consumer Agents – oder warum Amazon Muse aussperrt
- Exchanges #394: KI-Freunde – oder: The Power of Consumer Agents
- Ist der E-Commerce im Entertainmentgeschäft? – im wieCommerce? Podcast #154
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