Wer zieht bei Groupon die Strippen?

Mit ein paar interessanten Einsichten (und Selbstbekenntnissen) wartete in dieser Woche Lukasz Gadowski auf. Er hat bei Spreadshirt dieselben Investoren an Bord wie Groupon – und daher sicherlich nicht die schlechtesten Einblicke in Groupon:

"Wer Groupon in Chicago ein wenig kennt, der weiss, dass Andrew Mason ein
PR-CEO ist – er trifft keine Entscheidungen, sondern ist im
wesentlichen Repräsentant und Aushängeschild.

Die wahren Unternehmer und
alleinigen strategischen Entscheider hinter Groupon sind Brad Keywell
und vor allem der ‘Endgegner’ Eric Lefkowsky. Brad und Eric haben ein
Paar Unternehmen gegründet, insgesamt sitzen sie auf 1,4 Mrd. USD
Jahresumsatz.

Zwei der Unternehmen sind an der Börse gelistet, alles
profitabel. Die haben dann natürlich auch die Power und das Standing für
entsprechende Finanzierungsrunden."

In seinem Blogpost erläutert er außerdem (nicht ohne Augenzwinkern), wie es zu seinen "Fehleinschätzungen" in Sachen Groupon kommen konnte.

Lukasz Gadowski zählt traditionell nicht zu den innovationsfreudigsten Investoren. Insofern waren seine Einschätzungen wenig überraschend. Ärgerlich war nur die Art und Weise, wie er beim Thema Groupon schon extrem früh dazwischengegrätscht ist.

Zumindest die Samwers konnte er mit seinen Einwänden jedoch nicht beeindrucken ("In sechs Monaten vom Start zum Exit")

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Crowdsourcing, Live Shopping, Shopboerse

  1. hey Jochen, warum war ärgerlich, das ich dazwischengegrätscht habe? und was ist mit ‚art und weise‘ gemeint?
    falls ich das eine oder andere Team entmutigt haben sollte in diesem Umfeld etwas zu machen, dann ist das denke ich ein positives Ergebnis. Ebenfalls, falls ich den einen oder anderen Investor entmutigt habe. Es haben ja auch so schon mehr als genug versucht, oder etwas nicht?
    Gewonnen hätte am Ende doch ohnehin Citydeal.

  2. Unterm Strich hast Du natürlich recht.
    Ich finds eben grundsätzlich ärgerlich, wenn bei neuen (Geschäfts-)Ideen immer zuerst mal analysiert wird, warum sie nicht funktionieren, anstatt genau hinzugucken und zu überlegen, ob und wie sie funktionieren (könnten).
    Besonders schade eben, wenn der Abwehrreflex gegen alles, was neu und anders ist, schon in der Gründerszene um sich greift.
    Ich finde, da sind Meinungsführer wie Du in einer besonderen Verantwortung (aber das ist natürlich meine persönliche Ansicht und vielleicht erwarte ich da auch einfach zuviel.)

  3. BTW: Kompliment im übrigen zu dem sehr souveränen Folgebeitrag!

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