iPad Apps: Native Applikationen vs. Websites mit HTML5

ipad2Mit dem iPhone kam der Durchbruch für mobile Applikationen.

Der Multi-Touch-Screen, das leistungsfähige Cocoa Touch und die zentrale Instanz des Appstores waren wesentliche Treiber des Trends.

Wiederholt sich das mit dem iPad? Und wie wichtig ist das iPad für den E-Commerce? Benötigt jeder größere E-Commerce-Anbieter bald seine eigene iPad-Applikation?

Die Antwort auf die letzte Frage vorweg: Nein.

Für das iPhone und andere, beispielsweise auf Android basierende Smartphones sind Applikationen als Website-Ersatz eine logische Entwicklung: Der kleinere Screen muss optimal genutzt werden. Es bietet sich an, dafür auf Applikationen zurückzugreifen, die mit Interface-Elementen das Angebot auf den kleinen Screen zuschneiden und jede Finesse nutzen.

Trifft die App-Notwendigkeit auch auf das iPad und die kommende Tablet-Welle zu? Nur bedingt.

Die Vorteile von nativen (=plattform-eigenen) Applikationen:

Native Applikationen bieten sich zum Beispiel für zeitkritische Angebote an. Besonders für das Liveshopping sind Push-Notifikationen (also direkt auf das Gerät geschickte Nachrichten) eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit, die Nutzer direkt zu erreichen, wenn diese das möchten.

Für ausgefallene Interface-Ideen kommt man an nativen Applikationen, die den Möglichkeiten von HTML5 noch weit voraus sind, nicht vorbei. Hier lässt sich natürlich noch einiges an Innovationen verwirklichen.

Die Vorteile von auf Multi-Touch-Screens optimierten Webapplikationen, die auf HTML5 aufsetzen:

Der gewichtigste Vorteil ist Kosteneinsparung. Da der HTML5 Standard sowohl von Apple als auch von Google unterstützt wird, werden HTML5-Applikationen sowohl auf dem iPad als auch auf den bald auf den Markt kommenden Android-Tablets laufen. Das Gleiche gilt für auf WebOS oder auf speziellen Linux-Distributionen basierende Tablets.

Mit der Entwicklung einer Webapplikation deckt man also den ganzen Tablet-Markt ab. Der Preis dafür sind die Beschränkungen, denen sich Webapplikationen nativen Applikationen gegenübersehen.

Ich besitze seit einigen Tagen ein iPad und habe festgestellt, dass man mit dem größeren Screen problemlos Webapplikationen nutzen kann, so dass die Notwendigkeit nach Applikationen in vielen Bereichen sinkt. Für das iPhone oft undenkbar.

Als Beispiel für eine gelungene Webapplikation bietet sich die iPad-Variante von GMail an.

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Kategorien:Die neuen Tools, Facebook, Live Shopping

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  1. Hallo Jochen, da ich letzte Woche einen Vortrag zum Thema gehalten habe (Wann macht eine App Sinn?), hier der Linkservice mit vielen spannenden Zahlen und vier Vorraussetzungen für eine App:
    http://blog.kmto.de/strategie/mobile-marketing-apps-ein-strategischer-uberblick/
    lg, Michael

  2. Sorry, Gewohnheiten… Marcel, natürlich ;-)

  3. Der Königsweg ist der folgende. Man entwickelt die Anwendung so weit wie möglich in HTML. Dann nutzt man ein Tool wie Phonegap (http://www.phonegap.com). Damit kann man die Anwendung als „App“ verpacken, und außerdem stellt Phonegap der Anwendung alle weitere Funktionalität zur Verfügung, die es sonst nur für native apps gibt. Weitere Vorteil: das ist sehr schnell portabel auf Android etc.

  4. @Michael Kein Problem, passiert noch vielen Lesern hier. :)
    Danke für den Link. Die Präsentation schau ich mir mal an.
    @FFD: Interessant, danke für den Hinweis! Schon mit phonegap gearbeitet? Erfahrungsberichte wären interessant.

  5. @Marcel: wir haben bisher nur mit diesem Modell gearbeitet (Web-App eingebettet in Native App), aber ohne Verwendung von Phonegap. Weil die wichtigste „native“ Funktion für unsere Aktivitäten, Audiostreaming, nicht von Phonegap unterstützt wird.
    Es gibt sogar von Apple selbst eine zu Phonegap äquivalente Entwicklung, nennt sich Pastrykit, ist aber nicht wirklich public (-> googlen).

  6. @FFD Interessant, danke für die Informationen.

  7. Apropos, damit bekommt jeder seine eigene iPhone-Shooping-App: http://www.getanishop.de

  8. Hallo Michael,
    danke für den Tipp zu Phonegap. Das Tool werde ich direkt mal testen.
    Ich werde berichten.
    Gruss

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