Food.de: Wie weit kommt man mit 750.000 Euro?

Nach dem frühen Aus von Froodies und Supermarkt.de ("Online-Supermärkte scheitern an der Anschlussfinanzierung") ist es an Food.de zu zeigen, dass ein Online-Supermarkt doch eine lohnende Sache sein kann ("Schecksuche!"):

Foodde

"Schaal hat den Online-Supermarkt vor zwei Jahren gegründet. Das Geschäft
läuft eigentlich ganz gut und erwirtschaftet knapp eine Million Euro
Umsatz im Jahr.

Laut Schaals eigenen Angaben wächst Food.de
durchschnittlich um 36 Prozent im Monat, aber das reicht ihm nicht, denn
Food.de ist nicht sein erstes Start-up, aber es soll sein erstes großes
Ding werden.

»Mein Markt ist 5,5 Milliarden Euro groß, 100 Millionen
davon will ich haben. Möglichst schnell haben«, sagt er. Um das zu
schaffen, braucht er fünf Millionen Euro. Möglichst bald.

Er braucht das Geld nicht, um zu überleben. Food.de könnte mit einem
durchschnittlichen Warenkorb von 84 Euro heute schon Gewinn machen, sagt
Schaal."

Bisher hat Food.de 750.000 Euro eingesammelt. Die Gründer haben dafür ein Drittel der Anteile abgegeben. Der Zeit-Artikel ("Schecksuche!") beleuchtet die Unterschiede zwischen der deutschen und der amerikanischen Gründerszene.

Den im Beitrag erwähnten Aspekt mit den unterschiedlich hohen Bewertungen hat auch GoodsCloud bestätigt, für das sich die Silicon-Valley-Tour auch kapitalseitig gelohnt hat.

Auf der K5 Konferenz ist auch der Food-Bereich wieder gut vertreten – von Kaisers Bringmeister bis zu Hubertus Bessau und Max Wittrock von MyMüsli, die gerade mit dem deutschen Gründerpreis ausgezeichnet wurden.

Mehr zu den Entwicklungen im Lebensmittelmarkt auch in unserer Food-Rubrik und im Supermarktblog.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Food, Shopboerse

  1. Hört sich super an, bei 36% pro Monat kommend von 1000.000,- Umsatz ist food.de ja in 12 Monaten bei 40 Mio Umsatz.
    Das nenn ich mal einen Wachstumscase.
    Dann noch 3 weitere Monate 36% Wachstum und schon sind die hundert Mio. erreicht.
    Easy going……
    Oh vergessen, ist ja noch zu wenig wie im Artikel beschrieben.
    Noch was ins Marketing und schon wachsen wir um 70% im Monat.
    Macht dann nach 12 Monaten 582 Mio Umsatz.
    ( Sind ja nur ca. 800 Pakete pro Stunde im Dreischichtbetrieb )
    Wieso fehlen denn bei so einem Case noch 4,25 Mio Wachstumskapital, sind die bisherigen Investoren blind auf beiden Augen? ;-)
    Trotzdem gutes Gelingen und viel Erfolg.

  2. Naja nicht ganz. Es sind 1 Mio. / Jahr, macht in 12 Monaten bei konstant 36% Wachstum / Monat im Jahr 2013 etwa 13 Mio. €.
    Ist schon rasant, aber sooo rasant nun auch wieder nicht. :-)
    Es sind aber zum grossen Teil die VCs auch selbst schuld, die drängen in vielen Fällen die Gründer geradezu zu solchen wahnwitzigen Prognosen. Auf ein profitables Geschäft haben es die wenigsten abgesehen. Das ist schon ok, wenn man sich als Gründer damit gut fühlt und es ist sicher auch nicht schlecht für die Innovationskraft, denn irgendwas bleibt immer hängen, auch wenn viele scheitern.

  3. danke für den Hinweis, 1 Mio / Jahr überlesen, war zu gefesselt von den Zahlen. :-)

  4. Was man halt so sagt, wenn man – auf amerikanischem Boden – im Pitchmodus ist :-)

  5. Dazu fällt mir gerade ein, dass der hessische Lebensmittelhändler Tegut (mittlerweile zu Migros gehörend) sein Gastspiel im Onlinehnadel wieder beendet hat.
    Die in Kooperation mit Gourmondo betriebene tegut-genusswelt.com zeigt nur noch einen Hinweistext. Das passt aber ganz gut zu der Aussage, die Jörg Blunschi im Februar im Supermarktblog Interview getroffen hat.

  6. Danke für den Hinweis! Das kann aber auch mit dem Strategiewechsel/Verkauf von Gourmondo zu tun haben.

  7. … oder mit der Uneinigkeit der Schweizer:
    „Die Migros Basel zieht sich aus Deutschland zurück: Die vier Läden ennet der Grenze werden auf den 1. Oktober von der deutschen Detailhandels-Gruppe Rewe übernommen.“

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