Target kauft Shipt für $550 Mio. für schnelle Heimzustellung

In den USA sorgt das Zusammengehen von Whole Foods und Amazon/Prime Now („When Prime becomes the official rewards program of Whole Foods Market“) für neue Dynamik bei den Zustelldiensten. Nach Grand Junction will sich Target jetzt für 550 Mio. Dollar Shipt schnappen:

„Target has agreed to acquire Shipt, a leading online same-day delivery platform, for $550 million in cash. Target will leverage its network of stores and Shipt’s proprietary technology platform and community of shoppers to quickly and efficiently bring same-day delivery to guests across the country.

The acquisition significantly accelerates Target’s digital fulfillment efforts, bringing same-day delivery services to guests at approximately half of Target stores by early 2018. The service will be offered from the majority of Target stores, and in all major markets, before the 2018 holiday season.“

In den USA nutzt Shipt u.a Lidl, das hierzulande eigene Ambitionen bei der Zustellung gerade aufgegeben hat („Warum der Kaufland-Lieferdienst zum Scheitern verurteilt war“).

Dem stationären Einzelhandel bleiben jetzt noch geschätzte fünf bis zehn Jahre, um seine Standortvorteile zu nutzen und zügig eigene Heimservices aufzuziehen.

Entsprechend sind in den USA jetzt Instacart und Postmates die großen Übernahmekandidaten für Walmart, CVS, Walgreens und die großen Filialisten.

Mehr zu Shipt auch bei Recode („Target is acquiring Instacart competitor Shipt for $550 million to fight back against Amazon“). Über den Exit freut sich u.a. der Otto-Konzern mit e.ventures.

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Kategorien:Food, Shopboerse

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1 reply

  1. Sehr schöner Exit. In den USA funktionieren solche Modelle aber einfach schon mal besser, weil die Leute dort Service sehr aufgeschlossen sind und auch gern dafür zahlen. In D ist das leider anders. Da stellen sich die Leute lieber ne halbe Stunde bei der Post in die Schlange, um ein Paket abzuholen, freuen sich dann aber über die 4,95€ gesparte Versandkosten. Same-Day kostet erheblich mehr und der Grund, warum das hier noch nicht populärer ist, ist dass kaum jemand dafür zahlen will und die Händler wollen die Kosten verständlicherweise auch nicht tragen. Amazon pusht das, was löblich ist, verliert damit aber Geld. Das können sich die meisten anderen leider nicht leisten und damit wird es wohl noch ne Weile dauern, bis der deutsche Online-Shopper das adaptiert hat.

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