Rocket zieht sich auch bei Westwing zurück auf unter 10%

Nach dem Ausstieg bei Hellofresh („Rocket Internet verkauft alle Hellofresh-Anteile für 350 Mio. €“) hat Rocket auch knapp die Hälfte seiner Westwing-Anteile verkauft und liegt jetzt bei 9,5%.

Westwing, das 2018 Umsätze von 254 Mio. Euro erzielt hat, war miserabel ins Jahr gestartet (PDF) und muss jetzt nicht nur zeigen, dass es sein internationales Geschäft, speziell die Probleme in Italien, in den Griff bekommt, sondern auch, dass es sich bei den Umstellungen im Marketing nicht nur um ein einmaliges Strohfeuer handelt:

Wenn man Westwing etwas zugute halten will, dann, dass es seine Fehler relativ schonungslos offenlegt. So hatte Westwing im ersten Quartal u.a. Sortimentslücken bei günstigen Produkten:

Zudem leidet Westwing, wie soviele im Online-Handel gerade, an den steigenden Zustellkosten.

Was tut sich sonst im Möbelsegment?

Das Möbelsegment hat sich kürzlich auch Alexander Graf in der Kassenzone vorgenommen („Westwing vs. Home24 vs. Wayfair und was heißt das für Beliani, Otto, Segmüller & Co.?“).

Quartalsupdates gab es gerade auch von Wayfair (PDF) und von Bygghemma (PDF), das weiter zukauft („Bygghemma Group acquires LampGallerian.se“).

Außerdem hat Rocket Internet zuletzt nicht nur Westwing-, sondern auch Home24-Anteile verkauft und liegt dort jetzt bei 22,5%.

Home & Living ist ein K5 Schwerpunkt in diesem Jahr. So präsentieren sich am 4./5. Juni in Berlin neben Westwing und Wayfair auch Made.com, AO, Desiary und Lampenwelt.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Home & Living, Samwer Report, Shopboerse

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  1. Die aktuelle Entwicklung von Westwing verwundert mich sehr. Das letzte Jahr war für die Möbel- und Einrichtungsbranche extrem schwer aufgrund des langen und extrem heißen Sommers, da sind die ordentlich gewachsen. Für das erste Quartal habe ich bisher von allen Seiten aus der Branche nur sehr Gutes gehört, was mit Sicherheit auch auf einem Nachholeffekt für 2018 basiert. Wieso also gerade jetzt das Wachstum einbricht ist mir schleierhaft.

    • Mögliche Erklärung: Die Zahlen sind vorm Börsengang künstlich aufgeblasen worden und damit hast Du schon mal einen ungünstigen Basis-Effekt. Westwing war vor der IPO-Ankündigung nicht gerade Wachstumsstark. In den Monaten vor dem IPO zog das Wachstum dann plötzlich stark an.

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