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Würde Asos mit einem eigenständigen Topshop besser fahren?

Man konnte gar nicht so schnell schauen, wie Asos Topshop nach der Übernahme vom Netz genommen hat und in das bestehende Asos-Angebot integriert hat.

Strategisch geht es damit denselben Weg wie alle in der Modebranche außer Boohoo, das in der Kundenansprache auf eine Mehrmarkenstrategie setzt.

Doch würde es nicht auch Asos gut zu Gesichte stehen, wenn es den Online-Modemarkt mit zwei unterschiedlichen Marken, Shops und vor allem Apps bedienen könnte? Auf der einen Seite die Asos-App, auf der anderen Seite die Topshop-App.

Sortimentsseitig würde es vermutlich gar keine so großen Unterschiede geben: Die Asos-App könnte Topshop-Produkte enthalten und die Topshop-App Asos-Produkte.

Der Unterschied läge in der Customer Experience, wo Asos jeweils unterschiedliche Akzente setzen und unterschiedliche Bedürfnisse bedienen können.

Kurzfristig mag der Alles-in-Einem-Ansatz einfacher und vor allem kostengünstiger sein. Doch langfristig kann sich die Erfahrung mit unterschiedlichen Ansätzen auszahlen. Und Topshop wäre als eigenständige Marke allemal stark genug.

Nicht ohne Grund sind wir große Freunde der Boohoo-Strategie (Exchanges #270) und – mehr noch – der Etsy-Strategie (Exchanges #279), die verdeutlichen, was möglich wäre, wenn man unterschiedliche Angebote auf einer gemeinsamen Plattform/Infrastruktur betreiben kann.

Strategisch am weitesten ist hier sicherlich The Hut Group, wenn auch (noch) nicht im Modesegment.

Asos, Boohoo, Etsy und THG sind allesamt in den GLORE50 vertreten.

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