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Kann ein Finanzinvestor Zooplus auf Vordermann bringen?

Die Finanzinvestoren von Hellman & Friedman wollen sich Zooplus für 3 Mrd. Euro schnappen und außerhalb der Börse auf Vordermann bringen (PDF-Quelle):

Nicht dass Zooplus ein Restrukturierungsfall wäre, zumindest nicht im klassischen Sinne: Denn operativ steht Zooplus besser da denn je (PDF-Quelle).

Zugleich hat Corona aber gezeigt, dass Zooplus so auf operative Effizienz getrimmt ist, dass es nicht mehr in der Lage ist, Chancen zu nutzen und so Milliardenpotenziale einfach so liegen lässt.

Das wäre alles halb so wild, wäre da nicht der Wettbewerb, der im Gegensatz zu Zooplus über den eigenen Tellerrand hinaus blickt und angetrieben durch Corona so richtig Gas gibt und so zunehmend Marktanteile gewinnt (auch wenn er dabei weiter in die völlig verkehrte Richtung läuft):

Währenddessen ist Zooplus so fixiert auf seine bestehende Kundenbasis (und auf sein bisheriges Erfolgsmodell), dass es weder willens noch in der Lage ist, den eigenen Kundenkreis zu erweitern:

Zooplus hat als klarer Online-Marktführer viele Stärken. Aber auch die Schwächen sind hinlänglich bekannt: neben den strategischen Ambitionen vor allem die Schwächen in der Außenkommunikation und die fehlende (Marken-)Bekanntheit für ein Unternehmen dieser Größenordnung.

Siehe dazu auch Zooplus und der neidvolle Blick auf Chewy.com sowie das letzte Chewy-Update („Chewy peilt nach $7,1 Mrd. (+47%) dieses Jahr $8,9 Mrd. an“).

Die (frustrierten) Altgesellschafter werden jetzt großzügig entschädigt (PDF-Quelle), und dann werden die Finanzinvestoren entscheiden, wie es mit Zooplus weitergeht:

Zooplus und Chewy sind beide in den GLORE50 vertreten. Auch dort zählte Zooplus in den letzten Jahren zu den klaren Underperformern.

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