Wem gehört das 21. Jahrhundert? Das ist eine der Fragen, die die Welt bewegen. China jedenfalls hat die ersten 25 Jahre wirtschaftlich und technologisch so gut genutzt wie wenige andere. Deshalb erlaubt ein Besuch in China einen spannenden Blick in die Zukunft. Gerade auch, um neue Leitbilder für den Handel von morgen zu entwickeln.
China setzt neue Standards
Schnell, einfach und bequem sollte es sein im Handel von morgen. Wie das funktionieren kann, das zeigt China in seinen Mega-Metropolen, wo heute schon alles mobile jederzeit sofort zu haben ist. Am Eindrucksvollsten sicher die Fülle an Instant und Next Door Services mit Last Mile Services wie Meituan, Ele.me & Co.
China lebt in einer anderen (Online-)Welt
Vor Augen führen muss man sich dabei allerdings, dass China in einer anderen (Online-)Welt lebt, die nur wenig mit der unseren gemein hat. Deshalb ist vieles nur schwer übertragbar.
Was den Anspruch und das Ambitionslevel angeht, kann China als Vorbild dienen. In erster Linie ist es aber eine tolle Inspirationsquelle und wegweisend für das, was (heute schon alles) möglich ist.
China als treibende (Innovations-)Kraft
Am Erstaunlichsten sind dabei die Entwicklungen der jüngsten Zeit: wie aus einer Copy Cat Nation eine Innovationsschmiede wurde und wie auch im E-Commerce eine neue Garde von Online-Playern einen vermeintlich voll besetzten Markt aufmischt.
Denn das, was Newcomer wie Shein, Pinduoduo oder auch TikTok Shop geschaffen haben, ist extrem smart und ohne Vorbild. Mit Handel im klassischen Sinne hat es nur noch wenig zu tun.
Doch die nächste Generation an 100-Milliarden-Playern im E-Commerce können sich daran ein Beispiel nehmen und noch mehr als Medien/Mittler zwischen „Anbietern“ und „Nutzern“ agieren. Siehe die Exchanges #350.
China als Marketingmaschine für sich (und die Welt)
Von „Made in China“ zu „Marketed by China“ heißt zunehmend die Devise – und das dürfte Auswirkungen auf den Rest der Welt haben, wo China zunehmend mit eigenen Services und Plattformen auftritt.
Wie blickt China auf die (Online-)Welt?
Man sollte sich hin und wieder auch in China hineinversetzen und sich fragen: Was sieht China eigentlich, wenn es nach Westen blickt? Wie rückständig (und verbesserungswürdig) muss vieles wirken. Und wie einfach ließe sich das (aus chinesischer Sicht) ändern?
China sieht (Markt-)Potenziale, wo wir keine mehr sehen. Spannend ist deshalb nicht nur, wo China heute steht, sondern wo es 2030 oder 2050 steht. Und welche Rolle es bis dahin im globalen (Online-)Handel spielt.
Frühere Beiträge zum Thema:
- Joy Media und die Rolle der MCNs im Live Shopping in China
- China Exkursion: Zum 11.11 Shopping-Festival bei JD in Peking
- Aktionsplan E-Commerce: Wie Deutschland gegen China punkten will
- Social Commerce Experience und K5 China Expedition im Oktober
- Drei Bücher für ein besseres China-Verständnis
- Exchanges #353: Silk Road E-Commerce
- Exchanges #350: Wie ticken die neuen 100-Milliarden-Player?
Kategorien:China, Live Shopping, Mobile, Thinktank




Kommentar verfassen