Otto braucht weiter Cash und will jetzt – nach Evri (Hermes in England) – auch About You veräußern, um die Erlöse aus dem Verkauf in Otto zu stecken:
„Mit den potenziell freiwerdenden Investitionsmitteln will die Otto Group die weitere Stärkung ihres erfolgreichen Unternehmensportfolios und damit vor allem die Skalierung von OTTO, der strategisch relevanten Marken und des Segments Finanzdienstleistungen weiter vorantreiben.
Damit sieht sich die weltweit agierende Handels- und Dienstleistungsgruppe in einem weiterhin sehr herausfordernden Marktumfeld auch zukünftig hervorragend aufgestellt.
Gleichzeitig haben sich Vorstand und Gesellschafter der Otto Group sehr bewusst gegen eine weitere Beteiligung am neuen Unternehmen entschieden.
Der Otto Group war und ist es wichtig, bei Joint Ventures im Kerngeschäft relevanten Einfluss nehmen zu können. Das wäre in der neuen Konstellation so nicht möglich.“
Otto kann sich über Cash-Zuflüsse von 400 Mio. Euro freuen
Dass sich Zalando und About You zusammentun, ist lange überfällig, dürfte aber zuletzt vor allem am Kaufpreis (und den Erwartungen der Otto-Gruppe) gescheitert sein (PDF-Quelle).
Für die Bestseller-Group, die sowohl an Zalando als auch an About You beteiligt ist, hätte wohl auch ein Aktientausch (mit oder ohne Kapitalerhöhung) Sinn gemacht.
Otto kann sich nun im Zuge des Cash-Angebots Hoffnungen auf Barkapitalmittelzuflüsse in Höhe von 400 Mio. Euro machen.
Die Otto-Group läuft künftig auf Zalando-Technologie
Nach dem Aus von Mytoys verabschiedet sich der Otto-Konzern mit dem Ausstieg bei About You allerdings auch von seiner letzten Online-Hoffnung.
Zudem kommt die Technologie für Otto-Shops wie Baur, Witt & Co., die auf Scayle laufen, nach der Übernahme von Zalando:
Zu diesen und anderen Entwicklungen in der Otto-Gruppe siehe auch Otto verkauft sich weiter als „der größte deutsche Onlineshop“
Zalando und About You sind in den GLORE50 vertreten.
Frühere Beiträge zum Thema:
- Für Zalando ist About You vor allem eine Tech-Übernahme
- Zalando will About You für 1,2 Mrd. Euro übernehmen
- Otto verkauft sich weiter als „der größte deutsche Onlineshop“
- Evri (ehem. Hermes UK) geht noch nicht nach China
- Preisfrage: Verkauft die Otto-Gruppe Hermes nach China?
- Otto fällt im E-Commerce auf €11 Mrd. (-11%) und stößt weitere Hermes-Tochter ab
- Exchanges #359: Die M&A-Entwicklungen im Onlinehandel
- Exchanges #351: 20 Jahre „Ottos neue Kleider“
- Exchanges #347: Zalando in der Defensive
- Exchanges #333: Wie Shein die Modebranche vor sich hertreibt
- Exchanges #322: MyToys und die Folgen für die Otto-Gruppe
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Man könnte auch sagen, dass jetzt nicht mehr viel Tafelsilber übrig ist, um Otto.de zu pushen. Das war so ziemlich die letzte signifikante Rate. Viel darf da jetzt nicht mehr schief gehen.
Zählt limango nicht mehr zu den Online-Hoffnungen? Profitable €400MM net-revenues etc etc.
nichts gegen Limango, aber das sind keine 3% vom Gesamtumsatz. Als Hoffnungsträger müsste sich Limango schnell verfünf- oder verzehnfachen