DHL will das Post- und Paketgeschäft rechtlich herauslösen

Es ist schon ein Weilchen her, dass DHL das kriselnde Post- und Paketgeschäft isoliert hat. Seitdem hat sich – zum Verdruss des Online-Handels – wenig getan.

Gut sieben Jahre später will der Konzern nun das Post- und Paketgeschäft, das nicht mehr so wirklich zum Rest des Geschäfts passt, rechtlich und organisatorisch herauslösen (PDF) – auf dem Weg von der Deutsche Post AG zur DHL AG (PDF-Quelle):

„Im Zuge der Einführung der Strategie 2030 hatte die DHL Group eine Modernisierung der Konzernstruktur angekündigt.

Das Ziel ist es, die rechtliche Struktur des Konzerns an die Managementstruktur anzugleichen. Ferner soll die börsennotierte Muttergesellschaft in DHL AG umbenannt werden.

Der für den Prozess notwendige Ausgliederungsvertrag soll der Hauptversammlung am 5. Mai 2026 zur Entscheidung vorgelegt werden.“

Damit wäre der Weg frei, um sich vom Stammgeschäft zu trennen (wahlweise über einen Verkauf oder über eine Aufspaltung bzw. eine Abspaltung des Geschäftsbereichs). Offiziell distanziert sich der Konzern allerdings von derlei Überlegungen (PDF Quelle).

Im Zuge der Strategie 2030 hat DHL dem Online-Handel hierzulande wenig zu bieten – außer ein paar mehr Packstationen und weiterer Preiserhöhungen (siehe dazu auch DHL vs. Online-Handel: Wachen die Verbände endlich auf?).

2025 hat DHL erstmals mehr als 2 Milliarden Pakete abgewickelt. Noch hängt das Paketgeschäft allerdings am darbenden Briefgeschäft und kommt daher nicht so wirklich voran.

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Kategorien:Logistik

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