Postmates testet einen lokalen Bringdienst der anderen Art

Von Marcel Weiß

Postmates will die Leerlaufzeiten von Fahrradkurieren und andere Boten nutzen, indem diese über den Dienst Last-Minute-Botengänge für Geschäftsinhaber und/oder Privatleute entgegennehmen.

Über die iPhone-App von Postmates werden Kuriere mit den Auftraggebern verbunden. Digitale Unterschriften von Kurier und Empfänger als auch Foto von dem beauftragten Kurier im Vorfeld zur Identifizierung werden über die iPhone-App abgewickelt.

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Mit Get It Now kann man sich kleinere Einkäufe sofort liefern lassen. Die Nutzer können sogar festlegen, in welchen Geschäften die gewünschten Produkte gekauft werden sollen. Bestellungen sind hierfür noch beschränkt auf 5 Produkte und eine Gesamtsumme von 50 US-Dollar.

Der Dienst ist auf der letztjährigen TechCrunch Disrupt Konferenz gestartet. Das Ziel der Gründer liegt in der Disruption von Lieferungen innerhalb einer Stadt. Die Implikationen für lokale Händler könnten reichweitend sein:

"Not only does the startup intend to disrupt how people send packages to each other in the same city, Postmates Founder Bastian Lehmann (who readers may know from his last startup, Curated.by) said that the service will also offer a same-day shipping API for brick-and-mortar retailers. For less than $20, any retailer will be able to offer local customers the ability to order goods online — and have them delivered the same day."

Diese Disruption wird möglich, indem Postmates auf seiner Plattform eine Vernetzung zweier Seiten ermöglicht, die vorher nicht möglich war. Dieses Prinzip, die P2Pisierung, hatte ich als einen wesentlichen Disruptionsfaktor auf meinem Vortrag auf der Exceed-Konferenz vorgestellt.

Postmates ist nicht der erste Versuch in diese Richtung. Aber das Timing könnte dieses Mal den Unterschied machen. Die Verbreitung von iPhones (und irgendwann Android-Geräten, wenn eine Android-App hinzukommt), dürfte zumindest in Ballungszentren in den USA für die notwendige technische Basis sorgen, die so vorher noch nicht da war.

Die Chancen des Marktes fasst vielleicht am besten der folgende auf TechCrunch abgegebene Kommentar zusammen:

"This could be huge. As a courier in college it always pissed me off that the company I worked for would get 50% of my paycheck simply because they had the relationship with the client. If Postmates can get significant distribution, it's in every courier's best interest to use them as they'll get to keep more of their paycheck."

Aktuell ist der Dienst in San Francisco, Oakland und Berkley verfügbar.

Postmates hat bis dato 750.000 US-Dollar Startkapital erhalten. Mehr zum System auch im Video-Interview mit den Gründern

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:exceed, Facebook, Social Commerce, unlimited

4 replies

  1. > Aber das Timing könnte dieses Mal den Unterschied machen. Die Verbreitung von iPhones (und irgendwann Android-Geräten, wenn eine Android-App hinzukommt)
    Vielleicht ähnlich wie beim Carsharing.
    Carsharing gibt es ja schon seit den 1980ern, aber eher als Anruf-Zettel-Modell für den ökologischen Autopuristen.
    Schaut man sich auf den Straßen München sich so um, gibt es immer mehr Modelle die von Internetbuchung und Apps profitieren. Dabei ist drive now mit der zwar sehr flexiblen, aber teuren BMW Angeber gehobene Austtatungs Flotte der auffälligste.
    Aber auch der Klassiker Stattauto bietet immer mehr Wagen an, die man schnell, online und auch kurzfristig buchen kann.
    Auch ein interessanter ‚e-driven‘ Markt;)

  2. Wann gibt es diesen Dienst in Good old Germany!

  3. Die Technologie hat keine Grenzen. Der Portable wird immer unentbehrlicher und bietet immer mehr Optionen an, um das alltägliche Leben zu erleichtern.

Trackbacks

  1. Wo steht Postmates heute, das Vorbild für Amazon Flex? – 10 Jahre Exciting Commerce

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