Exchanges #130: Das Spannendste vom Tengelmann eDay 2016

Der Tengelmann eDay („Das war der Tengelmann eDay 2016„) zählt zu den wichtigsten Branchentreffs des Jahres. In den Exchanges unterhalten sich Jochen Krisch und Marcel Weiß diesmal über die spannendsten Themen, Neuigkeiten und Gerüchte und widmen sich dabei u.a. den Entwicklungen bei ProSiebenSat.1 und Liefery.

Dauer: 73 Minuten

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Kategorien:exchanges

9 replies

  1. Sehr schöner Podcast, wobei mich diese Realitätsfremde im „kleinen E-Commerce“ sehr stört. Wenn du der Meinung bist, dass es außerhalb von GAFA noch andere Möglichkeiten gibt um als kleiner E-commercler (sagen wir mal im Bereich Schmuck, Umsatzgröße 5 Mio. Euro) an Traffic und somit signifikante Umsatzssteigerungen und Relevanz für den Markt zu kommen, dann würde mich interessien wie das gehen soll. Sicherlich mit sehr viel externem Geld und der Holzhammermethode ala Zalando, aber dieser Weg ist für sehr viele E-Commercler verschlossen oder nicht von Interesse.
    Fakt ist leider, dass man auf GAFA heutzutage angewiesen ist und ich nur sehr sehr wenige E-commercler kenne, die dem entkommen konnten.

    Das Stroer (Reichweite und Brandmaßnahmen durch Außerwerbung) und Pro7Sat1 (Reichweite und Brandmaßnahmen durch TV-Werbung) in Sonderstellungen sind und daher nicht so extrem auf GAFA angewiesen sind, sollte doch absolut klar sein. Doch solche Monopolstellungen in reichweitenstarken Medien außerhalb des Interners hat außer diesen beiden Konzernen sonst kaum jemand. Vielleicht DHL, wenn sie bei jedem Paket einen Paketbeileger für eigene Shops zulegen würde, aber ansonsten fällt mir niemand ein.

    • Danke! Hört niemand gerne, aber Shoppingclubs sind ein Weg; stark vereinfachend würde ich sagen: Wer ein Marketingproblem hat, sitzt in der Falle. Wer aber stark in der Kundenbindung ist (sprich: ein kundenbindendes Geschäftsmodell hat) und auf Wiederbesteller setzen kann, den muss das GAFA-Thema nicht kümmern.

      Es sind ja nicht nur ProSiebenSat.1 und Ströer in einer Sonderstellung, sondern auch United Internet, Zalando, Media Saturn, die Otto-Gruppe und viele andere, sodass die ganze GAFA-Debatte – zumindest für den Online-Handel – absurd ist. Neben den globalen Playern wird es immer reichlich regionale und lokale Player geben. Worauf ich raus will: Man kann sich von den großen Vier abhängig machen, muss aber nicht.

      • Hey, ich gehe mal detailiert auf jeden einzelnen Punkt ein. Ist natürlich nur meine bescheidene Meinung dazu:

        1. Shoppingclubs
        – Können erfolgreich sein, jedoch sind die meisten bisher gescheitert und selbst dort ist eine Abhängigkeit von GAFA (insbesondere Social Media) nicht zu leugnen.

        2. „Wer aber stark in der Kundenbindung ist (sprich: ein kundenbindendes Geschäftsmodell hat) und auf Wiederbesteller setzen kann, den muss das GAFA-Thema nicht kümmern.“
        – Um erstmal Stammkunden aufbauen zu können, benötigt man Neukunden. Und eben diese gibt es nunmal fast nur über GAFA. Selbst ein Zooplus, welches mittlerweile von Bestandskunden und somit Wiederbestellern lebt, ist nur groß geworden, weil sie so stark bei Google gerankt haben und weiterhin ranken. Ohne den Googletraffic hätten sie niemals eine Reichweite erreichen können, um ein Bestandskundengeschäft aufzubauen. Das sieht bei Fressnapf anders aus, die könnten in der Tat ohne GAFA allein durch ihre Filialen Marketing und Branding für ihren Online Shop betreiben und somit überleben. Aber ansonsten gilt, bevor ich Stammkunden habe, muss ich sie erstmal als Neukunde gewonnen haben und das ist ohne Google, Amazon, Facebook und Apple nur sehr schwer.

        3. Die genannten Player:
        – United Internet: Kenne ich mich leider nicht mit aus.
        – Zalando wäre ohne GAFA (insbesondere Googletraffic) und extrem viel VC-Geld fürs Branding nie entstanden. Und auch heute noch hätten sie arge Probleme, wenn Amazon im Bereich Fashion einen Zahn zulegt und Google ihnen den Traffic abdreht.
        – Media Saturn: Auch nur durch ihr Filialnetz, ohne dieses und Google würde Media Saturn baden gehen.
        – Otto-Gruppe: Würde auch baden gehen, wenn Google insbesondere ihren Nischenshops wie schlafwelt.de, cnouch.de und Co. den Hahn zudrehen würde. Otto.de selbst vielleicht nicht, aber die Nischenshopstrategie könnten sie ohne GAFA einstampfen.

        Nicht von den Big Four abhängig zu sein, ist im deutschsprachigen Raum ohne Filialnetz und ordentlicher Flächenpräsenz in der Offlinewelt (Print, TV, Radio, Plaket etc.) wirklich immens schwer und gelingt nur einem Bruchteil der Beteiligten.

  2. Und hier das offizielle Podcast Transkript:

    0:46 P7S1 CEO Thomas Ebeling und die glaubwürdige, realistische Strategie 2020 des Medienhauses: Consumer Goods & (e)Commerce First! TV befeuert Commerce Angebote wie Eigenmarken, ServiceAbos (Vitafy) …

    5:03 Epic Fails und die ehrlichen learnings – „keine gute Idee einen Rocket Internet Clone zu bauen OHNE Oli Samwer …!“

    6:15 P7S1 seit 2015 runter von der Resterampe-Strategie „Media for Equity“

    8:31 Was ist TV Media noch wert, wenn in der Primetime 80% der spots von Online Start ups sind?“

    11:16 „P7S1: Der Wettbewerb ist nicht RTL oder ARD, es sind die Google, Amazon, Facebook & Netflix dieser Welt!“

    12:29 Spannender Vergleich zwischen P7S1 & Ströer

    15:15 Für TV Sender gilt: weg von der TV Abhängigkeit hin zu neuen Erlösströmen

    17:34 auf dem Weg zur Online Handels Milliarde auch OHNE Plattform Strategie …?

    23:09 P7S1, Metro & Media Saturn ist es durchaus zuzutrauen, ein relevanter Player zu werden im ecommerce (anders als Otto…). Auch wenn dies aus der Verzweiflung angetrieben wird. Aber das ist ja nicht die schlechteste Motivation …

    25:01 Omnichannel aka die größte Anfänger-Falle, in die man tappen kan

    32:50 Investmentansatz Tengelmann USA: „The New American Consumer“

    34:30 Mymuesli: die Multi-Channel Sicht ist völliger Quatsch. Mymuesli ist eine Marke und hat ein glasklares Zielgruppenverständnis!

    39:40 „Man kann nicht mit Weltstars anfangen, sondern man fängt erst einmal an und dann kommen die Stars nach und nach …“

    43:40 Wer treibt denn den Handel von Morgen aktuell? Amazon und Zalando sowie die Medienhäuser sind die Lichtblicke. Aber die Großen können nicht alles selber machen, es bedarf auch kleinere smarter neuer Einheiten, um ein ecommerce Ökosystem entstehen zu lassen (Mall Analogie)

    45:10 Liefery oder der hidden back bone der same day delivery-Initiativen, Zeitfenster-Logistik etc. von zalando & Co

    52:18 vergleichbare DHL Angebote sind einfach nicht cool und zeitgemäß gemacht!

    55:48 amazon und der Status im Lebensmittelmarkt – Gerüchte, Trends – wer hat den Überblick?! Wo geht z.B. Andrej Busch hin …?

    65:32 Global Fashion Group, faszinierender Ritt mit dem CFO Nils Chrestin

    67:06 Recap 6. Tengelmann eday: der beste eday ever – ein Stelldichein der Branche, eine exzellente Mischung aus altem Handel, neuem Handel, Investoren und Startups wie Springlane, CareerFoundry & Co

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