Westwing und Picnic sind die Unternehmen des Jahres 2018

Es sind zwei Unternehmen, die einen derzeit ins Schwärmen bringen, weil sie in ihren jeweiligen Kategorien Maßstäbe setzen. So ist Picnic spätestens seit dem Deutschlandstart in aller Munde und gleich in dreifacher HInsicht wegweisend: als Fooddienst, als Mobile Player und als Lieferservice der nächsten Generation. Siehe dazu auch die Crossover Exchanges #11.

Westwing ist vielleicht die Überraschung des Jahres („Exchanges #204: Westwing wills wieder wissen“). So hat sich Westwing in den vergangenen Jahren komplett reformiert, ohne sich dabei untreu zu werden und verbindet die Lust am Einrichten weiter mit einem Geschäftsmodell, das in erster Linie von Stammkunden lebt. Deutsche Startups hat Delia Fischer heute im Interview.

Im Unterschied zu anderen können sich die Westwing-Macher vorstellen, Westwing auch noch in 20 Jahren zu betreiben. Und mit dem Börsengang haben sie sich fürs erste ihre Unabhängigkeit gesichert („Westwing holt 120 Mio. € bei Rocket untypischem Börsengang“).

Westwing und Picnic präsentieren sich beide auch am 4./5. Juni auf der K5 Berlin. Und noch gibt es dafür K5 Tickets zum halben Preis.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Exciting Commerce, Food, Home & Living, Shopboerse

  1. Westwing das Unternehmen des Jahres…. wenn das nicht alles über das E-Commerce-Jahr 2018 sagt!

    • War eigentlich gar nicht so schlecht. Trotzdem muss der ein oder andere eCommerce-ler dieses Jahr feststellen, dass ein Wachstum von 20% / Jahr kein Naturgesetz ist. Ausserdem ist es nicht festgeschrieben, dass das Wachstum eines eCommerce-lers ausschliesslich zu Lasten des stationären Handels geht. Wenn z.B. ein About You 200 Mio. Umsatz drauf packt, dann nehmen sie das sicher auch zum größeren Teil Läden wie Zalando oder den Töchtern aus dem eigenen Konzern ab.
      Wie auch immer, mit durchschnittlich 10% Wachstum / Jahr wird der eCommerce trotzdem auch die nächsten Jahre sehr gut dabei sein.

      • Da gebe ich dir in allen Punkten Recht. E-Commerce wird weiter wachsen, keine Frage. Nur heißt dieser Blog ja ExcitingCommerce und mit exciting hatte das Jahr 2018 mal wieder herzlich wenig zu tun.
        Mein Resümee für 2018 ist, dass jetzt sowohl die Börse als auch andere Investoren erkannt haben, dass stumpfes Wachstum nicht alles ist und der proof of concept vielleicht vor den gigantischen Investments erbracht werden sollte. Die aktuelle leichte Börsenkorrektur hat ziemlich deutlich gezeigt, dass gerade die Digitalunternehmen noch sehr am Topf von wohlwollenden Geldgebern hängen.
        Sobald die Zinsen wieder auf ein halbwegs normales Niveau steigen und das Wirtschaftswachstum sowie die Kaufkraft nachlassen, werden die Firmen als erstes unter die Räder kommen, die kein nachhaltiges profitables Geschäftsmodell haben. Und da stehen sehr viele Digitalunternehmen in forderster Front.
        Und wenn hier ein Westwing (auch bisher primär eher eine Geldvernichtungsmaschine) als E-Commerce-Unternehmen des Jahres 2018 gekürt wird, dann gibt mir das sehr zu denken.

      • Es gibt daneben noch ein paar andere interessante Aspekte rund um den eCommerce, die man sich genauer anschauen muss z.B.:

        https://www.n-tv.de/wirtschaft/Zahl-der-Retouren-steigt-um-20-Prozent-article20788770.html

        Gleichzeitig sinken die Warenkörbe stetig plus die Versandkosten steigen gerade kräftig. Es würde mich nicht wundern, wenn selbst das ein oder andere bisher „gut profitable“ Online-Geschäftsmodell plötzlich umkippt.

      • @ Claus nur kurz am Rande: Dass die Warenkörbe stetig sinken, können wir nach Auswertung von 182 Mio. Transaktionen nicht bestätigen. -> https://www.shopanbieter.de/14154-exklusive-plentymarkets-auswertung-aus-182-mio-bestellungen-warenkoerbe-bleiben-stabil

      • @Peter Das ist erfreulich für die PlentyMarkets-User, aber sowohl bei Amazon als auch bei z.B. Zalando sinken die Warenkörbe.

    • @ Claus, das ist schade für Zalando und Amazon, aber ändert nichts daran, dass es mit Pauschalaussagen wie „Gleichzeitig sinken die Warenkörbe stetig“, ohne nachprüfbare Quellenangabe, immer so eine Sache ist.

      Zumal ja ein großer Teil der 182 Mio plenty-Transaktionen über Amazon Marketplace zustande kam. Und für diese in den letzten, knapp, drei Jahren keine sinkenden Warenkörbe zu beobachten sind. Da weiss ich jetzt gerade nicht, wie sich die Zahlen wegdiskutieren liessen. Ist aber im Zusammenhang mit dem eigentlichen Artikel aber auch nicht wirklich wichtig.

  2. @Kai Ich würde von den Kursen eines – in ALLEN Belangen – außergewöhnlichen Börsenjahres keinerlei eindeutige Rückschlüsse auf den Onlinehandel im Allgemeinen ziehen. Sicher zeigt sich immer mehr, dass alleine das Internet noch keine Garantie zum „Geld zählen“ ist, was aber sehr vielen Menschen auch schon vorher bekannt war. Mein Mitleid mit Investoren, die ihr Geld verbrennen weil Sie gierig sind und waren, hält sich sehr oft in Grenzen. Ein solides Geschäftsmodell, für das es einen Markt und genügend potentielle Kunden gibt, funktioniert. Insbesondere dann, wenn auch Service und Preise stimmen. Auch nichts Neues… 2018: Ein ganz normales Jahr…das Internet ist erwachsen geworden!

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