Nicht nur Wish, auch Gearbest, Zaful & Co. stecken in der Krise

Während Shein gerade allerorten gefeiert wird, ist die Lage bei anderen Online-Anbietern, die aus China heraus versenden, zunehmend dramatischer („Wish wird zum Sanierungsfall“).

Besonders bei Globalegrow, das als Marktplatzhändler Shops wie Gearbest („Gearbest folgt Shein in den deutschen Top 100 Shops“), Zaful und Rosegal betreibt, hat sich die Situation in den vergangenen Monaten zugespitzt:

So hat Globalegrow, das an der Börse als Global Top E-Commerce notiert, nach rückläufigen Umsätzen für 2020 unerwartet hohe Verluste ausgewiesen und befindet sich seitdem nach wiederholten Zahlungsschwierigkeiten am Rande der Insolvenz. Hier gibts mehr zum Chaos.

Seit der Veröffentlichung der Jahresergebnisse hat Globalegrow Unternehmensteile verkauft und das Modegeschäft um Zaful in eine eigenständige Gesellschaft überführt. Dabei waren die Umsatzeinbrüche im ersten Halbjahr gewaltig:

Sieht man vom offenbaren Missmanagement bei Globalegrow einmal ab, so hat die chinesischen Anbieter nicht nur die Pandemie vor Herausforderungen gestellt, sondern vor allem auch die regulatorischen Änderungen beim Versand aus China heraus.

Nachdem sich der direkte Versand aus China heraus nicht mehr rechnet, setzen von AliExpress bis Wish inzwischen alle auf internationale Logistikzentren vor Ort, von wo aus sie die Ware versenden wie alle lokalen Online-Player auch.

Siehe JD startet Logistik-Offensive in Deutschland und Polen und Wie AliExpress seine Logistikstrukturen für Europa aufbaut.

Hier noch die Links zum Geschäftsbericht (PDF) von Globalegrow und zum frisch veröffentlichten Halbjahresbericht (PDF) für alle, die des Chinesischen mächtig sind. Aus ersterem stammt auch die Tabelle oben.

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