Backcountry stößt Bergfreunde nach 10 Jahren und Umsätzen von über 250 Mio. Euro wieder ab. Zum Zug kommt Decathlon (und nicht – wie bei SportScheck – Frasers mit Sports Direct).
Laut Pressemitteilung soll Bergfreunde weiter „organisatorisch und operativ eigenständig und komplett losgelöst vom DECATHLON-Kerngeschäft am Markt“ agieren können:
„Mit der Akquisition der Bergfreunde erweitert DECATHLON sein strategisches Portfolio durch ein digital basiertes Geschäftsmodell mit dem Ziel, das Outdoor-Premiumsegment weiter zu erschließen.
„Dank ihrer starken Präsenz in mehreren europäischen Märkten, darunter Deutschland, Europas größtem Outdoor-Markt, werden die Bergfreunde neben Fahrradspezialist Alltricks unser Ökosystem erweitern.“
Seit der Übernahme durch Backcountry im Jahr 2013 konnte Bergfreunde dank hoher unternehmerischer Eigenständigkeit den Jahresumsatz von 18 auf 242 Millionen EUR Umsatz (in 2022) steigern und war dabei stets profitabel.
Im Jahr 2023 wird weiteres Wachstum im zweistelligen prozentualen Bereich erwartet.“
Wie so viele hat die Beteiligungsgesellschaft TSG bei Backcountry den Exit verpasst und musste nun zur Unzeit nach einem Abnehmer suchen. Nachdem für Bergfreunde eine Lösung gefunden ist, kann man gespannt sein, was aus Backcountry wird.
Decathlon, das 15 Mrd. Euro Umsatz mit über 1.750 Läden macht, ist nach der Übernahme von Bergfreunde jetzt auch prädestiniert, sich das ein oder andere Filetstück von Signa Sports United zu sichern.
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