DHL vs. Online-Handel: Wachen die Verbände endlich auf?

„Preiserhöhungen und Packstationen“ heißt seit Jahren unverändert die DHL-Strategie für den Online-Handel, mit der der Marktführer seine Machtposition konsequent ausnutzt und im Grunde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen will: Umsätze erhöhen und Kosten sparen.

Doch schön langsam scheinen die ersten Handelsverbände aufzuwachen und beginnen, deutliche Kritik zu üben („Neue DHL-„Peak“-Gebühr geplant: Eine Zumutung für Händler“):

Black Friday wird teuer – nicht nur für Schnäppchenjäger. Während Verbraucher in den letzten Novembertagen auf Rabattschlachten hoffen, plant die DHL nach Informationen, die dem BVOH vorliegen, Händlern zusätzlich zur bereits existierenden Peak-Gebühr von 19 Cent auch noch eine „Black-Friday-Sonderabgabe“ von satten 50 Cent pro Paket aufzubürden. Peak Peak, quasi.

Anstatt sich auf die jährlichen Verkaufsspitzen vorzubereiten, verlangt der Logistikriese lieber von Händlern eine Art Strafzahlung für die wichtigste Zeit des Jahres.“

Amazon hat sich schon eine eigene Logistik gegönnt. Und alle, die im Online-Handel groß genug sind oder auf der letzten Meile smartere Lösungen wollen, dürften ähnliche Überlegungen haben.

Deshalb ist eine der großen Fragen dieses Jahr, was aus Hermes wird. Greifen die Anbieter aus China zu oder starten sie mittelfristig eigene Lösungen? Wohl nicht ohne Grund sucht DHL gerade den Schulterschluss mit Temu.

Siehe zu diesen Entwicklungen auch Wie der Otto-Konzern von Temu & Co. profitiert und Wie die Otto-Gruppe AliExpress umgarnt (und umgekehrt).

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Kategorien:Logistik

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