Dollar Shave Club: Ein Milliardenexit mit vielen Fragezeichen

Was soll man von einem Unternehmen halten, das 160 Mio. Dollar an Venture Capital braucht, um 3,2 Mio. Kunden zu bekommen? Spannend, aber undurchsichtig bleibt der mutmaßliche Milliardenexit von Dollar Shave Club an Unilever.

Gerade mal ein Chart (PDF) hat Unilever der Übernahme spendiert („Unilever says Dollar Shave Club subscription model will be used for its other brands“):

unileverdollarshaveclub

Zugleich beschreibt einer der VCs, wie überraschend schwer sich Dollar Shave Club mit Kapitalgebern getan hat:

„There were many well-known seed investors and large VC funds already on the cap table — I was sure there would be a fight. Strangely, none showed interest. With other investors circling, and with Michael’s blessing, I led Dollar Shave Club’s Series A round and we became partners.

Success was not always obvious. Despite growing from $7M in revenue in year one to $20M in revenue in year two, no new investor was willing to lead the Series B round. At Venrock, we had such conviction in the team and the formula, we happily led that round too, fortunately increasing our ownership.

From that point on, it was like riding on a rocket ship. We grew to $60M in revenue in year three, and more than $150M in year four.“

Hier der volle Text („Dollar Shave Club: How Michael Dubin Created A Massively Successful Company and Re-Defined CPG“) mit weiteren Einblicken und das zugehörige PR-Interview („Dollar Shave Club CEO Michael Dubin on Unilever Acquisition“).

Einen Überblick über die Kapitalrunden und die beteiligten Investoren gibt es bei Crunchbase. Es sieht ganz so aus, als wäre Unilever schon vor einem Jahr als „strategischer Investor“ eingestiegen („Dollar Shave Club Raises $75 Million“). Oder auch nicht.

Offiziell ist weder der Verkaufspreis bestätigt noch gibt es sonst irgendwelche weiterführenden Informationen offizieller Art. 2016 möchte Dollar Shave Club seine Umsätze auf 240 Mio. Dollar steigern.

Spannend wäre ein Einblick in die operativen Kennzahlen, gerade im Hinblick auf das Thema Nachfüllservices („Exchanges #98: Amazons Dash-Strategie unter der Lupe“)

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Food, Shopboerse

6 replies

  1. 50€ pro Abo-Kunde finde ich jetzt erstmal nicht sooooo ungewöhnlich….

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