Findet der neue Douglas-Chef schneller einen Käufer?

„Und Tina Müller wird es auch nicht mehr lange machen (wollen)“, wollte ich jüngst zur Lage von Douglas schreiben. Das wäre allerdings eine Spitze zu viel gewesen.

Gestern kam aber dann prompt die Bestätigung, dass bei Douglas nicht nur Vanessa Stützle, sondern auch die Chefin selber ausscheidet.

CVC, das bei Douglas längst wieder von Bord sein wollte, hat nun Sander van der Laan mit der Aufgabe betraut, Douglas attraktiv für einen Käufer (oder einen Börsengang) zu machen.

„Alexander Dibelius, Deutschland-CEO des DOUGLAS-Mehrheitseigners CVC, sagte: „Mit Sander van der Laan begrüßen wir einen erfahrenen Manager mit einem herausragenden Track Record bei namhaften Handelsunternehmen und Markenherstellern. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Sander van der Laan hat zuletzt mehr als sechs Jahre als CEO die Geschicke des niederländischen Non-Food-Retailers Action gelenkt. Unter seiner Führung konnte der Umsatz des Unternehmens von zwei auf mehr als fünf Mrd. Euro gesteigert werden. Zudem trieb er die internationale Expansion von Action in Europa in zehn Ländern maßgeblich voran.“

Das Stichwort „Europa“ fällt in der Pressemitteilung noch häufiger als sonst bei Douglas.

Und mit einem international bekannten Holländer an der Spitze ahnt man schon, dass Douglas künftig um einiges internationaler wahrgenommen werden will, um so auch für global agierende Konzerne/Investoren attraktiver zu werden.

Bei steigenden Kosten die Profitabilität zu steigern wird allerdings auch für den neuen Chef alles andere als einfach werden. Nachvollziehbar jedenfalls, dass Tina Müller abdankt.

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