Auch wenn das Oda Debakel von 2023 sehr große Erinnerungen an das Kaufland Debakel von 2017 weckt, fragt man sich (je länger man darüber nachdenkt und Werbeplakate wie diese betrachtet), warum sich Kaufland eigentlich nicht die Oda-Infrastruktur in Berlin geschnappt hat.
Nach Lidl ist Schwarz Digital online inzwischen auch mit Kaufland ganz gut unterwegs, wenn auch weiter vorwiegend im (paketgetriebenen) Non-Food-Geschäft:
Oda hätte Kaufland für sein großes Foodsortiment (in Berlin) alles geboten, was es für die Nahversorgung gebraucht hätte: ein großes Lager, eine zeitgemäße App und effiziente Prozesse für die letzte Meile.
Interessanterweise hat die Schwarz Gruppe das Plattform-Geschäft mittlerweile verstanden wie wenige andere (Handels-)Konzerne hierzulande. Siehe dazu auch die Titelstory unlängst im Manager Magazin.
Von Cloud-Services bis zu Müll-Services reicht das Angebot inzwischen (nach diversen Zukäufen). Nur im angestammten Handelsgeschäft tut man sich mit Schwarz Digital noch etwas schwer.
Was aber nicht heißt, dass man die letzte Meile nicht irgendwann doch wieder in Angriff nehmen muss/wird – schon, um Rewe und Edeka (mit Picnic) nicht zu weit enteilen zu lassen.
Mehr zum Thema Food & Delivery auch in den Exchanges #331
Frühere Beiträge zum Thema:
- Das Oda-Debakel – oder: Wem Kinnevik unter die Arme greift
- Das Oda-Debakel in Deutschland – so bitter wie absehbar!
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- Oda wächst 2022 um 17%, Mathem bleibt 5% unter Vorjahr
- Was Oda anders macht (Zu wenig, um eine echte Chance zu haben)
- Oda bekommt zum Deutschlandstart 145 Mio. Euro
- Exchanges #331: Wo steht Food & Delivery 2023?
- Exchanges #319: Oda unter der Lupe
