Nachdem er als mit Abstand Jüngster im Vorstand beim „Generationenwechsel“ übergangen worden ist, orientiert sich Otto-Digitalvorstand Sebastian Klauke jetzt erwartungsgemäß außerhalb der Otto-Gruppe:
„Spätestens zum 30. April kommenden Jahres wird Konzern-Vorstand Sebastian Klauke den Handels- und Dienstleistungskonzern auf eigenen Wunsch verlassen. Er will sich einer neuen Herausforderung stellen.“
Im März hatte der Otto-Konzern in seiner Nachfolgeregelung bekannt gegeben, dass Benjamin Otto erst mit 50 ran darf.
Und auch Sebastian Klauke hätte frühestens mit 50 Konzernchef werden können. Das dürfte ihm jetzt anderswo erheblich schneller gelingen.
Zwar wäre jemand wie er prädestiniert gewesen, den Otto-Konzern in die Zukunft zu führen. Und das dürfte ursprünglich auch der Plan gewesen sein.
Aber eben nicht, solange Michael Otto noch den Ton angibt, der weiter auf seine Getreuen setzt und den Status Quo gerade bis zum Ende des Jahrzehnts zementiert hat.
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