Amazon und das Versagen im Foodgeschäft

Amazon will Amazon Fresh nach 7 Jahren aufgeben. Eine ebenso umfassende wie fundierte Analyse zum Fresh-Aus und zu Amazons generellen Problemen im Foodgeschäft hat das Supermarktblog:

„Die ernsthafte Anstrengung, Fresh zur treibenden Kraft im deutschen Lebensmittel-Liefergeschäft zu machen, war schon vor längerer Zeit aufgegeben bzw. nie richtig konsequent verfolgt worden.“

Erst hatte es Jahre gebraucht, um Amazon Fresh in Deutschland überhaupt an den Start zu bringen. Und dann waren die Fresh-Jahre vornehmlich geprägt von Ambitions- und von Lustlosigkeit (siehe auch 5 Jahre Amazon Fresh – und kaum weiter als am ersten Tag).

Das größte Manko war wohl amazonintern, dass die (konzeptionellen) Vorgaben im Foodgeschäft direkt aus Seattle kamen und das deutsche Fresh-Team nie so frei agieren konnte, wie es in so einem schwierigen Marktumfeld notwendig und wünschenswert gewesen wäre.

Entsprechend konnten ambitionierte Newcomer wie Picnic oder auch Knuspr Amazon Fresh relativ leicht den Rang ablaufen. Mehr dazu auch in den Exchanges #346: Food & Delivery 2024.

Amazon verliert einen potenziellen Wachstumsmotor

Mit dem Foodgeschäft verliert Amazon auch und vor allem einen potenziellen Motor für weiteres Wachstum. Sorgt doch das Lebensmittelgeschäft für sehr viel höhere Bestellfrequenzen als der herkömmliche E-Commerce.

Dabei beschränken sich Amazons Probleme im Foodgeschäft nicht auf Deutschland. In den USA sind es DoorDash und Instacart, die Amazon Fresh den Rang streitig machen.

Außerdem hat Amazon seinen Grocery-Chef, den es sich von Tesco geholt hatte, gerade an Wonder verloren, das nach Blue Apron diese Woche auch Grubhub übernommen hat.

Amazon ist in den GLORE50 vertreten.

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Kategorien:Amazon, Food

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