Wenn Kinnevik und Prosus nicht wissen, wohin mit dem Geld

Viele Investment-Profis schwimmen gerade im Geld und wissen nicht so wirklich, wohin mit ihren Milliarden. So hat Kinnevik gerade erst 5,5 Mrd. Euro an seine Aktionäre zurückgegeben anstatt das Geld geschickt zu (re-)investieren (PDF-Quelle):

Das ist allerdings nichts im Vergleich zu „den Problemen“ von Prosus, das weltweit gleich Hunderte von Milliarden (re-)investieren könnte, dabei aber letztlich immer nur Delivery Hero einfällt (PDF-Quelle):

So hat Prosus, das die Online-Beteiligungen von Naspers hält, zuletzt zwar schon mal 2% seiner Tencent-Anteile verkauft, um die Erlöse von 15 Mrd. Dollar (zum Teil) wieder zu investieren.

Allerdings hält es jetzt immer noch Tencent-Anteile im Wert von über 200 Mrd. Dollar. Und da fehlte den Verantwortlichen offenbar bisher die Vorstellungskraft, was man daraus machen könnte.

Das soll die jüngste Personalie richten und Prosus im Bestfall zu einer Art europäischem Softbank machen. Und wenn das nicht klappt, kann man ja immer noch den eher peinlichen Weg von Kinnevik gehen.

Das Problem liegt bei beiden, aber speziell im Fall von Prosus darin, dass es trotz der Unsummen, die es verwaltet, immer noch wie ein kleiner, opportunistisch getriebener VC agiert, obwohl es längst sehr viel größer denken und strategischer agieren könnte wie beispielsweise ein Baillie Gifford.

Zu den neuen Möglichkeiten im Beteiligungsgeschäft siehe auch die sehr lesenswerten Ausführungen des scheidenden Investment Managers James Anderson.

Prosus ist in den GLORE50 vertreten, Kinnevik nicht mehr.

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