Uber und Uber Eats ließen zuletzt immer wieder aufhorchen. Letzte Woche gabs erstmals Zahlen zum „Grocery and Retail“-Geschäft (PDF), das sich in den letzten beiden Jahren verdoppelt hat und mit einer Runrate von 7 Mrd. Dollar inzwischen 10% vom Liefergeschäft ausmacht:
„Even as we expand Delivery margins, we are strategically investing in Grocery & Retail (formerly referred to as New Verticals) which also includes categories such as convenience and alcohol.
Grocery & Retail generated $7 billion of annualized Gross Bookings in Q4 (or 10% of Delivery Gross Bookings), growing roughly 40% YoY on a constant-currency basis.“
Heute dann beim Investorentag weitere Einblicke in dieses neue Geschäftsfeld (PDF-Quelle):
Wie heute bekannt wurde, will Uber im Handelssegment künftig auch für MediaSaturn liefern.
Wie sich Uber zum relevanten E-Commmerce-Player mausert
Das Taxi- und das Liefergeschäft befruchtet sich bei Uber gegenseitig. So spart Uber bei der Kundengewinnung:
Seit der Pandemie ist das Liefergeschäft der große Wachstumstreiber und macht bald die Hälfte der Gross Bookings aus:
An Ideen für neue Services und Monetarisierungsmöglichkeiten mangelt es Uber nicht.
Besonders freut sich Uber über das Werbegeschäft, das mittlerweile bei einer Runrate von 900 Mio. Dollar liegt (PDF-Quelle):
Sieht also ganz so aus, als ob sich auch Uber zum relevanten E-Commerce-Player mausert. Siehe dazu auch Was DoorDash und Wolt in 10 Jahren geschaffen haben und Warum Lieferando plötzlich doch mehr als Lebensmittel liefert.
Wer tiefer einsteigen will, findet das Uber-Investorenupdate hier (PDF).
Frühere Beiträge zum Thema:
- Instacart mit $30 Mrd. GTV und $871 Mio. Werbeeinnahmen
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Mega interessant, wie Uber Eats jetzt auch im Grocery-Retail-Bereich durchstartet. Dass sie schon 10% vom Liefergeschäft ausmachen, ist echt beeindruckend. Von der Entwickluing der Profitabilität ganz zu schweigen.
Gefühlt wird Uber Eats in Deutschland ja noch sehr stiefmütterlich genutzt.
Was glaubt ihr, wie sich das auf lokale Supermärkte auswirken wird?