Auch Audibene bläst Börsengang kurzfristig ab. Wer noch?

Das Corona-Jahr war geprägt von einer Vielzahl von Börsengängen zu Traumbewertungen. Damit scheint es jetzt fürs erste vorbei zu sein. Denn nach Meinauto hat gerade auch Audibene den geplanten Börsengang („Audibene will als Hear.com mit 151 Mio. € Umsatz an die Börse“) kurzfristig abgeblasen:

„hear.com […] today announced that it has postponed plans for its initial public offering due to current challenging equity market conditions. The company will continue to monitor the market for more stable conditions.“

Damit dürften jetzt auch viele andere Börsengänge hierzulande auf dem Prüfstand stehen – angefangen von About You über die Luqom-Group (Lampenwelt) bis hin zu Signa Sports United.

International hatten sich Made.com und andere Hoffnungen gemacht. Gerade noch so geklappt hat es kürzlich bei Honest („Lillydoo-Vorbild Honest präsentiert sich mit $301 Mio. (+28%)“), das zuletzt über 400 Mio. Dollar einsammeln konnte.

Eine ähnliche Börsenwelle wie 2020/21 hatte es zuletzt 2014/15 gegeben, als im Windschatten von Alibaba Zalando, Rocket & Co. an die  Börse sind. Wer später kam, musste entweder Abstriche bei der Bewertung machen („Hellofresh holt sich 277 Mio. €“) oder aber gehörig tricksen („Was Home24 beim Börsengang alles verschwiegen hat“).

Hierzulande haben die Chance zum Börsengang diesmal nur Fashionette und Mytheresa genutzt. Beide sind inzwischen auch in den GLORE50.

Die große Frage ist jetzt, ob und wann sich die (Tech-)Börsen wieder stabilisieren. Bleibt zu hoffen, dass es bis zur nächsten Welle für den Online-Handel nicht wieder 6 Jahre dauert.

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