Alle Jahre wieder: Der E-Commerce am Tropf der Logistiker!

Das (strategische) Versagen der Paketdienste ist ein Dauerthema bei Exciting Commerce. Wer als Online-Händler groß genug ist, greift zur Selbsthilfe. Alle anderen können nur immer wieder auf die dramatische Lage hinweisen:

„Alle Jahre wieder … streiten sich zur Vorweihnachtszeit die E-Commerce-Anbieter um die engen Lieferkapazitäten der Logistikanbieter – und jährlich spitzt sich die Lage zu.

Das Problem: Zustelllogistik ist schon lange das Bottleneck des E-Commerce – insbesondere vor so unverrückbaren Terminen mit hohem Versandaufkommen wie eben Weihnachten. Hinzu kommt dieses Jahr noch die Zusatzbelastung durch Corona.

Was eigentlich logisch wäre: Logistikunternehmen müssten in der Zeit davor ihre Lieferkapazitäten drastisch in die Höhe fahren – und ihre Versprechen diesbezüglich auch halten.

Denn der E-Commerce ist weiterhin extrem auf Wachstum ausgerichtet und die Zustellung dabei eine Variable, die nicht beliebig skalierbar ist – sie stößt an die Grenzen. Alle Jahre wieder.

Unsere Kund:innen bestellen Weihnachtsgeschenke nicht schon im Juni – egal wie sehr wir uns das auch wünschen. Genau wie die Mehrheit aller anderen Menschen.

Wir wollen das Timing, persönliche Geschenke vor Weihnachten bestellen zu können, natürlich weiterhin bedienen. Für uns steht die User Experience immer an erster Stelle.

Aber: Wir können unsere Arbeitsabläufe noch so sehr gemäß den Wünschen unserer Kund:innen optimieren, wenn das Erlebnis durch Patzer auf der letzten Meile verloren geht.

Noch schlimmer, wenn wir unvorhersehbar und ungeplant aus dem Markt gehen müssen, weil unsere Versand-Kapazitäten erschöpft sind. Der E-Commerce hängt somit am Tropf der Logistiker!“

Kurzum: Mit einer zeitgemäßen Logistik könnte der Online-Handel auch hierzulande schon sehr viel weiter sein.

Den kompletten Text gibts bei LinkedIn.

P.S. Bei DHL ist ein Ende der Ära Appel in Sicht.

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Kategorien:Logistik

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